Mittwoch, Januar 28, 2026
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Entdecke Malta: Meine Reiseerlebnisse

Das erste Licht des Mittelmeermorgens bricht durch mein Hotelfenster in St. Julian’s, ein sanfter Vorhang aus Rosé und Orange. Vor mir liegt die Bucht, ein leuchtendes Lächeln des azurblauen Wassers, gesäumt von goldenen Felsen. Meine Reise nach Malta begann, wie viele meiner Reisen, mit einem Klick auf eine Landkarte. Ein Archipel, ein Überbleibsel alter Kulturen, ein strategischer Punkt mitten im Meer – das versprach eine Fülle von Geschichten und Eindrücken. Du kennst das vielleicht, diese innere Stimme, die dir zuflüstert: „Dort muss ich hin.“

Ein Archipel am Scheideweg der Kulturen

Malta ist mehr als nur eine Insel; es ist ein Lehrbuch der Geschichte, aufgeschlagen mitten im Meer. Geographisch ein Brückenpfeiler zwischen Europa und Afrika, kulturell ein Schmelztiegel aus Phöniziern, Römern, Arabern, Normannen, Aragonesen, Johannitern und Briten. Jeder Eroberer, jeder Siedler, jede Handelsflotte hat ihre Spuren hinterlassen, wie eine unleserliche Handschrift auf einem Pergament, das nur darauf wartet, entziffert zu werden. Meine Mission war es, diese Handschrift zu lesen, die verborgenen Geschichten zu entdecken, die das sichtbare Mosaik bilden.

Der Bus fährt mich durch die Vorstädte, vorbei an imposanten Kirchen und Sandsteinhäusern, bis ich schließlich die majestätischen Mauern von Valletta erblicke. Die Stadt selbst ist ein Denkmal, ein testamentarisches Zeugnis der Ritter des Heiligen Johann. Als ich durch das Stadttor Vallettas schreite, fühlt es sich an, als würde ich eine Zeitlinie überschreiten. Die Straßen sind ein Labyrinth aus Geschichte, aber mit einer logischen Ordnung, die der Generalplan des Militärarchitekten Francesco Laparelli im 16. Jahrhundert vorgegeben hat. Ich stehe in der Republik-Straße, dem Herzschlag der Stadt, und die Architektur um mich herum ist eine Symphonie aus barocken Details und militärischer Zweckmäßigkeit.

Die Kathedrale des Heiligen Johannes: Ein barockes Meisterwerk

Man hat mir gesagt, die Kathedrale des Heiligen Johannes sei ein Muss. Ich betrete sie und bin sprachlos. Von außen unscheinbar, fast schlicht, offenbart sie im Inneren eine Opulenz, die fast schmerzhaft ist. Die Wände sind mit reichen Ornamenten und Gold überzogen, die Decken mit Fresken des calabrischen Malers Mattia Preti verziert. Es ist, als würde man in eine Schatzkammer treten, deren Inhalt nicht aus Gold und Juwelen, sondern aus Kunst und Glaube besteht. Du stehst dort, der Kopf im Nacken, und jeder Winkel dieser Kathedrale erzählt dir eine Geschichte von Macht, Glauben und künstlerischer Meisterschaft. Doch der Höhepunkt ist Caravaggios „Die Enthauptung Johannis des Täufers“. Es ist ein Gemälde von fast brutaler Realität, die Dunkelheit und das Licht spielen miteinander, und die Emotion ist greifbar. Ich verweile lange davor, versuche die Technik zu ergründen, die dieses Werk so lebendig macht.

Der Großmeisterpalast: Zentrum der Macht

Weiter geht es zum Großmeisterpalast, einem weiteren monumentalen Bauwerk, das Zeugnis von der strategischen Bedeutung Maltas ablegt. Heute Sitz des Präsidenten und des Parlaments, einst die Residenz der Großmeister. Ich spaziere durch die Staatsgemächer, die mit Wandteppichen und Porträts geschmückt sind, die die glorreichen Tage der Johanniter abbilden. Die Rüstkammer beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Waffen und Rüstungen, die mir eine Vorstellung vom Leben der Ritter geben. Jedes Exponat ist ein Fragment einer Vergangenheit, das in den Vitrinen wie ein gefangener Atemzug liegt.

Wenn du mehr über innovative Technologien im Bereich der Gesundheit erfahren möchtest, könnte dich dieser Artikel über einen neuen Fertilitätsmonitor interessieren, der helfen kann, die Ausgaben für IVF zu reduzieren. Du kannst ihn hier lesen: Duofertility: Ein neuer Fertilitätsmonitor. Malta bietet nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch eine interessante Gesundheitsinfrastruktur, die solche Technologien unterstützt.

Die Drei Städte: Ein Blick in die Vergangenheit

Östlich von Valletta, direkt gegenüber der Grand Harbour, liegen die „Drei Städte“: Vittoriosa (Birgu), Senglea (Isla) und Cospicua (Bormla). Diese historischen Städte sind älter als Valletta und boten den Rittern des Johanniterordens lange vor der Gründung Vallettas Schutz. Mit einer Art Taxiboot, einem „Dghajsa“, überquere ich den Hafen, eine malerische Fahrt, die mir eine andere Perspektive auf die massive Befestigung Vallettas ermöglicht.

Vittoriosa: Das Herz der Ritter

Vittoriosa ist die erste der drei Städte, die ich erkunde. Ich schlendere durch die engen Gassen, die von Gebäuden mit farbenfrohen Holzbalkonen gesäumt sind. Hier ist das Leben langsamer, beschaulicher als in Valletta. Die Auberges der verschiedenen Sprachnationen des Ordens sind noch immer sichtbar, steinerne Zeugen ihrer Präsenz. Das Maritime Museum erzählt die Geschichte der maltesischen Seefahrt, eine Geschichte, die untrennbar mit der Insel verbunden ist. Das Fort St. Angelo, eine der wichtigsten Verteidigungsanlagen während der Großen Belagerung 1565, ragt majestätisch aus dem Wasser und zeugt von unzähligen Schlachten und Konflikten. Es ist eine Aura der Wehrhaftigkeit, die sich über die Stadt legt.

Senglea und Cospicua: Authentisches maltesisches Leben

In Senglea und Cospicua wird der Alltag Maltas fassbarer. Weniger touristisch, bieten sie einen Einblick in das lokale Leben. Die Wäsche flattert in den Gassen, Kinder spielen auf den Plätzen, und der Duft von frischem Gebäck weht aus den Bäckereien. Ich sitze in einem kleinen Café in Senglea, trinke einen starken maltesischen Kaffee und beobachte das Treiben. Es ist eine Szene wie aus einem alten Film, unaufgeregt und authentisch. Die Kirche Unserer Lieben Frau vom Siege in Senglea bietet einen atemberaubenden Panoramablick über den Grand Harbour und die umliegenden Städte. Es ist ein Moment der Stille, in dem ich die Dimensionen und die strategische Lage Maltas wirklich erfasse. Du merkst, dass hier nicht nur Geschichte gewirkt hat, sondern dass Geschichte weiterlebt.

Gozo: Die grüne Schwesterinsel

malta

Die Fähre nach Gozo legt in Cirkewwa ab und bringt mich in etwa 25 Minuten auf die kleinere, grünere Insel. Der Kontrast zu Malta ist augenfällig. Gozo ist ländlicher, ruhiger, fast beschaulich. Die Landschaft ist sanfter, die Felder grüner, und die Zeit scheint hier langsamer zu vergehen. Es ist wie das Ausatmen einer tiefen Seufzers, nachdem man die geschäftige Energie Maltas hinter sich gelassen hat.

Die Zitadelle von Victoria: Ein Bollwerk der Geschichte

In Victoria, der Hauptstadt Gozos, thront die imposante Zitadelle. Diese Festung, die seit der Bronzezeit besiedelt ist, bot den Bewohnern Schutz vor Piraten und Invasoren. Ich spaziere durch die restaurierten Gassen, besichtige die alte Kathedrale und genieße den Panoramablick über die gesamte Insel Gozo. Von hier oben sieht man die sanften Hügel, die wenigen Häuser und die azurblaue Weite des Mittelmeeres. Es ist ein Blick, der die Seele beruhigt und die Hektik des Alltags vergessen lässt. Die Geschichte der Zitadelle ist eine Chronik des Überlebens, ein ständiger Kampf gegen äußere Bedrohungen.

Die prähistorischen Tempel von Ggantija: Ein Blick in die Vorgeschichte

Ein absolutes Highlight auf Gozo sind die Ggantija-Tempel, die zu den ältesten freistehenden Bauwerken der Welt gehören, älter sogar als die Pyramiden von Gizeh. Ich stehe vor diesen massiven Megalithen, die vor über 5.500 Jahren erbaut wurden, und bin einfach nur sprachlos. Wie konnten die Menschen jener Zeit solche gigantischen Steine bewegen und zu einer so komplexen Struktur zusammenfügen? Es ist ein Rätsel, das die menschliche Vorstellungskraft herausfordert. Diese Tempel sind stumme Zeugen einer hochentwickelten Kultur, die uns noch heute Rätsel aufgibt. Du spürst förmlich die Last der Jahrtausende, die in diesen Steinen eingeschlossen ist.

Dingli Cliffs und die Blaue Grotte: Maltas Naturschönheiten

Photo malta

Malta ist nicht nur Geschichte und Kultur; es bietet auch atemberaubende Naturlandschaften.

Die majestätischen Dingli Cliffs

Die Dingli Cliffs an der Südwestküste Maltas bieten einen spektakulären Panoramablick auf das Meer. Ich stehe am Rand der Klippen, der Wind pfeift mir um die Ohren, und unter mir rauschen die Wellen gegen die Felsen. Es ist ein Ort der immensen Weite, wo das Land abrupt ins Meer fällt. Der höchste Punkt Maltas, Ta‘ Dmejrek, liegt in dieser Gegend. Die Natur zeigt hier ihre rohe Kraft, und man fühlt sich klein und gleichzeitig verbunden mit der unendlichen Weite des Horizonts. Es ist wie ein Fenster, das sich zum Unendlichen öffnet.

Ein Wunder der Natur: Die Blaue Grotte

Eines der bekanntesten Naturphänomene Maltas ist die Blaue Grotte, eine Ansammlung von Meereshöhlen an der Südküste. Ich besteige ein kleines Fischerboot, das mich zu den Höhlen bringt. Das Wasser in den Höhlen schimmert in unzähligen Blautönen, von tiefem Indigo bis zu hellem Türkis, eine Folge des einfallenden Sonnenlichts, das sich in den Unterwasserhöhlen auf einzigartige Weise bricht. Es ist ein magisches Schauspiel, das mich an eine Unterwasserkathedrale erinnert, deren Glasfenster aus purem Licht bestehen. Die Farben sind so intensiv, dass sie fast unwirklich wirken. Du bist umgeben von einer Aura aus Licht und Wasser, ein wahrhaft transzendentes Erlebnis.

Wenn du Malta besuchst, wirst du nicht nur von der atemberaubenden Landschaft und der reichen Geschichte begeistert sein, sondern auch von den vielen Möglichkeiten, Erinnerungen festzuhalten. Eine interessante Möglichkeit, dies zu tun, ist durch kreative Projekte, die dir helfen, besondere Momente zu bewahren. Du kannst mehr darüber in einem Artikel lesen, der dir zeigt, wie du mit einem Babybauchgipsabdruck ein ganz besonderes Erinnerungsstück schaffen kannst. Schau dir diesen Artikel an, um mehr zu erfahren: Babybauchgipsabdruck.

Die maltesische Küche: Ein Fest für die Sinne

Metric Wert
Bevölkerung 516.000
Fläche 316 km²
Hauptstadt Valletta
Amtssprachen Maltesisch, Englisch
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 14 Milliarden
Währung Euro
Arbeitslosenquote 3,5 %
Touristen pro Jahr 2,7 Millionen

Meine Reise wäre unvollständig ohne die kulinarischen Erlebnisse. Die maltesische Küche ist eine gelungene Mischung aus mediterranen und nordafrikanischen Einflüssen, geprägt von den verschiedenen Kulturen, die die Inseln im Laufe der Jahrhunderte beeinflusst haben.

Pastizzi und Ftira: Lokale Spezialitäten

Ich beginne meinen kulinarischen Exkurs mit Pastizzi, knusprigen Blätterteigtaschen, gefüllt mit Ricotta oder Erbsenpüree. Sie sind der perfekte Snack für zwischendurch und überall auf den Inseln erhältlich. Ein weiteres Highlight ist Ftira, ein ringförmiges Sauerteigbrot, das oft als Grundlage für Sandwiches mit verschiedenen Füllungen dient, wie Thunfisch, Oliven, Tomaten und Kapern. Es ist einfach, aber unglaublich schmackhaft und spiegelt die Seele der Insel wider.

Fisch und Meeresfrüchte: Frische aus dem Mittelmeer

Als Inselstaat ist Malta ein Paradies für Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten. In den kleinen Fischerdörfern wie Marsaxlokk, mit seinen traditionellen, bunt bemalten Luzzu-Booten, werden täglich frischer Fisch und Meeresfrüchte gefangen. Ich probiere den Lampuki, einen lokalen Fisch (Goldmakrele), der oft gebacken oder gegrillt serviert wird. Die Aromen sind frisch, direkt vom Meer auf den Teller, ohne viel Schnickschnack. Dazu passt ein Glas lokaler Wein, der überraschend gut ist und die Sonne in sich trägt.

Kaninchen und Bragioli: Herzhaft und traditionell

Für Fleischliebhaber bietet die maltesische Küche ebenfalls einiges. Das Nationalgericht ist Fenkata, ein geschmortes Kaninchen, das oft mit Knoblauch, Wein und Kräutern zubereitet wird. Ich probiere auch Bragioli, Rinderrouladen, gefüllt mit Hackfleisch, Speck, Ei und Kräutern, geschmort in einer reichhaltigen Soße. Diese Gerichte sind herzhaft und spiegeln die traditionelle maltesische Hausmannskost wider, die Generationen ernährt hat.

Meine Zeit auf Malta neigt sich dem Ende zu. Ich packe meine Koffer, aber die Erinnerungen an die Festungsmauern von Valletta, die uralten Steine von Ggantija, die Blautöne der Grotte und die gastfreundlichen Menschen werde ich mit nach Hause nehmen. Malta ist mehr als nur eine Urlaubsdestination; es ist ein Mikrokosmos der Geschichte, ein Archiv der menschlichen Zivilisation, eingeschrieben in Stein und Meer. Eine Insel, die nicht nur dazu einlädt, sie zu besuchen, sondern auch, sie zu verstehen. Und das Beste ist: Du kannst diese Reise auf deine eigene Art und Weise erleben.

FAQs

Was ist Malta und wo liegt es?

Malta ist ein Inselstaat im Mittelmeer, südlich von Italien. Es besteht aus mehreren Inseln, wobei Malta, Gozo und Comino die größten sind.

Welche Sprachen werden in Malta gesprochen?

In Malta sind die Amtssprachen Maltesisch und Englisch. Viele Menschen sprechen auch Italienisch, da es geografisch und kulturell nahe liegt.

Wie ist das Klima auf Malta?

Malta hat ein mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Das macht es zu einem beliebten Reiseziel das ganze Jahr über.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es auf Malta?

Auf Malta findest du historische Stätten wie die Hauptstadt Valletta, die prähistorischen Tempel von Ħaġar Qim und Mnajdra sowie schöne Strände und das Blaue Fenster auf Gozo.

Wie komme ich am besten nach Malta?

Malta ist gut mit dem Flugzeug erreichbar, der internationale Flughafen Malta (MLA) liegt nahe der Hauptstadt. Es gibt auch Fährverbindungen von Italien und anderen Mittelmeeranrainern.

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