Großes Kinderwunschforum auf Adeba

Der Lebensstil sowie verschiedene Umweltfaktoren können einen entscheidenden Einfluss auf Gesundheit und Fruchtbarkeit ausüben. Neben Alkohol, Rauchen, Bewegung und Übergewicht ist ein entscheidender Faktor, der unsere Gesundheit beeinflussen kann. Ein Forscherteam aus Israel und den USA hat jetzt den Einfluss verschiedener Getränke auf die einer künstlichen untersucht.

Die Forscher untersuchten 340 Frauen, die sich mit einer In-Vitro-Fertilisation behandeln ließen. Bei der Prozedur werden zunächst die Eizellreifung und der Eisprung hormonell stimuliert, danach werden Eizellen entnommen und künstlich im Reagenzglas mit Spermien des Mannes befruchtet. Nach der Befruchtung wird der Embryo wieder in die eingesetzt. Die Forscher befragten die Frauen zu ihren Trinkgewohnheiten vor der Behandlung und setzten diese in Beziehung zu den Ergebnissen der künstlichen Befruchtungen.

Die Auswertungen zeigten, dass die Einnahme von gezuckerten Softdrinks zu einer geringeren Anzahl von Eizellen führte. Damit verbunden war auch die Anzahl reifer und befruchteter Eizellen sowie die Anzahl der Embryonen bester Qualität verringert. Im mit Frauen, die keine gezuckerten Softdrinks zu sich nahmen, konnten bei Frauen, die gezuckerte Softdrinks zu sich nahmen, im Durchschnitt 1,1 weniger Eizellen und 1,2 weniger reife Eizellen entnommen werden. Zudem konnten 0,6 weniger befruchtete Eizellen und 0,6 weniger Embryonen bester Qualität gewonnen werden. Bei Einnahme von 0,1–1 Tassen (mehr als 1 Tasse) gezuckerte Getränke pro Tag kam es bei 12 % (16 %) weniger Zyklen zu Lebendgeburten.

Die Ergebnisse deuten an, dass zuckerhaltige Getränke einen Einfluss auf den Erfolg einer künstlichen Befruchtung haben könnten. Es konnte allerdings kein Zusammenhang zwischen Kaffee, Koffein sowie Diätlimonaden und künstlicher Befruchtung festgestellt werden.

Referenzen:

Machtinger R, Gaskins AJ, Mansur A, et al. Association between preconception maternal beverage intake and in vitro fertilization outcomes. Fertil Steril. October 2017. doi:10.1016/j.fertnstert.2017.09.007.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here