Freitag, Juli 5, 2024
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Bitten eines Kindes an seine Eltern und Erzieher

zum nachdenken

Verwöhne mich nicht!

Ich weiß sehr wohl, dass ich nicht alles bekommen kann, wonach ich frage, ich will dich nur auf die Probe stellen.

Weise mich nicht im Beisein anderer Leute zurecht, wenn
es sich vermeiden läßt!

Ich werde deinen Worten viel mehr Beachtung schenken, wenn du zu mir leise
unter vier Augen sprichst.

Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir immer standhaft zu bleiben!

Mir ist diese Haltung lieber, weil ich mich dann sicherer fühle.

Schenke meinen kleinen Unpässlichkeiten nicht zu viel Aufmerksamkeit!

Sie verschaffen mir nur manchmal die Zuwendung, die ich benötige.

Hindere mich daran, schlechte Angewohnheiten anzunehmen.

Ich muß mich darauf verlassen können, daß Du sie schon in ihren Ansätzen
erkennst.

Sei nicht fassungslos, wenn ich dir sage: „Ich hasse dich!“

Ich hasse dich nicht, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.

Bewahre mich nicht vor den Folgen meines Tuns!

Ich muß auch einmal peinliche Erfahrungen machen.

Nörgle nicht!

Wenn du das tust, schütze ich mich dadurch, daß ich mich taub stelle.

Mache keine raschen Versprechungen!

Bedenke, daß ich mich schrecklich im Stich gelassen fühle, wenn Versprechungen
gebrochen werden.

Sei nicht inkonsequent!

Das macht mich völlig unsicher und läßt mich mein Vertrauen zu dir
verlieren.

Unterbrich mich nicht, wenn ich Fragen stelle!

Wenn du das tust, so wirst du bemerken, daß ich mich nicht mehr an
dich wende, sondern versuche meine Informationen anderswo zu bekommen.

Sag nicht, meine Ängste seien albern!

Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mich beruhigen, wenn du
versuchst, sie zu verstehen.

Versuche nicht, immer so zu tun, als seiest du perfekt oder unfehlbar.

Der Schock ist für mich zu groß, wenn ich herausfinde, daß du es doch
nicht bist.

Denke nicht, daß es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen!

Eine ehrliche Entschuldigung erweckt bei mir ein überraschendes Gefühl
der Zuneigung.

Vergiß nicht, ich liebe Experimente!

Ich kann ohne sie nicht groß werden. Bitte halt´s aus.

Vergiß nicht, wie schnell ich aufwachse.

Es muß für dich sehr schwer sein, mit mir Schritt zu halten, aber bitte, versuche es!

Mein Teddy hat nicht aufgepasst

Unter dem Titel „Mein Teddy hat nicht aufgepasst“ hat das Landeskriminalamt Sachsen im Rahmen seiner INFO-Reihe eine Broschüre für Eltern von Kleinkindern, werdende Eltern und familiäre Bezugspersonen erarbeitet.

Mit dem Präventionsansatz sollen zum einen elterliche Schutzmechanismen angeregt, zum anderen das subjektive Verantwortungsgefühl über die emotionale Identifikation verstärkt und ausgeprägt werden.

Wesentliches Präventionsziel ist auch die Vorbeugung von Misshandlungs- und Missbrauchsdelikten. Während der Erarbeitung der Broschüre entstand auch das Plakat „Die Bitten eines Kindes an seine Eltern und Erzieher“.

Broschüren und Plakate in Format A4 bzw. A2 sind in jeder sächsischen Polizeidienststelle kostenlos erhältlich. Für alle Interessenten bestand zudem die Möglichkeit, gegen einen Versandkostenanteil in Höhe von 5,- Euro je fünf Plakate in den Formaten A4 und A2 sowie zehn Broschüren über das Landeskriminalamt Sachsen, Dezernat 202, Neuländer Straße 60, 01111 Dresden zu beziehen.

Autor: AM

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