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Es gibt nur wenige Bauwerke, die einen so enormen Einfluss auf die europäische Architektur ausübten wie das berühmte Schloss von Versailles. Es setzte vom 17. bis zum 19. Jahrhundert Maßstäbe für sehr viele Schlösser in Europa, die ihrerseits ebenfalls noch immer zu den größten Kulturgütern in ihren Ländern zählen. Aber was wäre Versailles ohne den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV? Und umgekehrt, was wäre „Le Roi-Soleil“ ohne sein „Château de Versailles“? Was wir hier sehen, ist eine Symbiose zwischen Mensch und Architektur.

Schloss von Versailles – Symbol der Macht

Baukunst ist die Übersetzung des Wortes Architektur, das seine Ursprünge bei den Alten Griechen und im Römischen Reich findet. Sie dient schon seit eh und je unterschiedlichen gesellschaftlichen Zwecken, so auch politischen. Das Schloss von Versailles ist die in Stein gemeißelte Selbstdarstellung eines Herrschers und demonstriert überbordend seinen absoluten Machtanspruch, was ihm zur Zeit des Absolutismus die uneingeschränkte Bewunderung des gesamten europäischen Hochadels einbrachte.

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Kein Wunder, dass dies hundertfache Nachahmung auslöste. Prunk und Pracht, Glanz und Gloria, Selbstverherrlichung des Sonnenkönigs und seines ganzen Staates, das sind die ewigen Attituden des Schlosses von Versailles. So jedenfalls steht es in jedem Architektur-Lehrbuch über dieses grandiose Symbol europäischer Palastarchitektur, es ist aber nur die Sonnenseite der Geschichte.

Schloss von Versailles – Sehnsucht nach Geborgenheit

Denn es ist kaum zu glauben, dass dieses prachtvolle Schloss sehr wahrscheinlich das Produkt tief sitzender Ängste eines kleinen, schwachen Jungen ist, der einstmals um sein Leben bangen musste und später nie wieder in eine solche Situation geraten wollte. Gleich nach dem Tode seines Vaters wurde (der kleine) Ludwig XIV schon im Alter von vier Jahren formal zum König ausgerufen, stand aber unter der Vormundschaft seine Mutter Anna von Österreich, die von den charmanten Qualitäten des leitenden Ministers Jules Mazarin hoch entzückt war.

Als der Junge zehn Jahre alt war, erlebte er gleich eine ganze Reihe von Aufständen durch die adlige Opposition, die unter dem Begriff „Fronde“ ihren Platz in den Geschichtsbüchern gefunden hat. Diese tiefe, circa fünf Jahre währende Feindschaft zwischen der Institution des Königs und dem Adel prägte den sensiblen Heranwachsenden in seinem Innersten mit der Folge, dass er die Pariser Residenz abgrundtief hasste. Der Louvre war nach seinem Empfinden voll und ganz von Angst, Verrat und Mordplänen durchdrungen.

Absolute Kontrolle über Mensch und Natur

Das neue Schloss bei Versailles erfüllte den jungen König nicht nur mit einem nie gekannten Lebensglück, es sollte sich zugleich als Hort der Domestizierung des gefährlichen Adels, der auf diese Weise zu einem kleinen, harmlosen „Sch(l)oßhündchen“ degradiert wurde, erweisen. Sein ausgeprägter Drang, jeden und alles kontrollieren zu müssen, spiegelt sich noch heute in der exakten Geometrie des Bauwerks und der gesamten großen Parkanlage wider. Auch die Natur hatte sich von nun an seinem Controlling zu unterwerfen.

Ganz interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es technisch gar nicht möglich war, für eine ausreichende Wasserversorgung all der riesigen Springbrunnen und wundervollen Fontänen zu sorgen. Der erforderliche Wasserdruck konnte stets nur für jene Brunnen bereitgestellt werden, die sich gerade in unmittelbarer Sichtweite des lustwandelnden Königs befanden.

Schloss von Versailles – Triumpf der Willenskraft

Am Bau der Schlossanlage von Versailles waren viele talentierte Architekten und Landschaftsgärtner beteiligt, das Gedächtnis der Geschichte verknüpft all diese großartigen Meisterwerke aber vornehmlich mit dem Namen des Sonnenkönigs Ludwig XIV, der mit seiner ganzen Willensstärke die Umwandlung jenes ehemaligen kleinen Jagdschlosses im Wald abseits von Paris zu diesem bedeutenden Zentrum Europas vorantrieb. Dabei bedurfte die Realisierung der Anlage fähiger Akteure mit großem Können, die wussten, die königlichen Visionen zielstrebig innerhalb eines eng gesteckten Zeitrahmens umzusetzen.

Solche tüchtigen Männer und Frauen standen auch dem bayerischen König Ludwig II für die Errichtung seiner Märchenschlösser zur Seite. Antoni Gaudí prägte mit seinen Mitarbeitern unter anderem die gesamte Stadt Barcelona und der Name César Manrique ist auf ewig untrennbar mit der Kanareninsel Lanzarote verbunden. Nur diejenigen Menschen, die sich ihren Visionen mit Haut und Haar verschreiben, hinterlassen vielfältige Spuren zum Beispiel in Form von Bauwerken, die zwar niemals Produkte eines Einzelnen sind, aber sie basieren auf der Willenskraft großer Visionäre.

 

Es nimmt nicht wunder, dass der legendäre Sonnenkönig immer wieder Regisseure mit seinem Wunder-Schloss inspirierte. Zuletzt war es gerade die kostenintensive und ambitionierte Historienserie „Versailles“, bislang die teuerste Serie in Europa. Gedreht wurde sie an den Originalschauplätzen. Zwar wurden die historischen Fakten nicht so ganz genau genommen, aber die opulenten Szenen, die großartigen Kostüme, die fantastischen Kulissen und natürlich die guten Schauspieler waren schon überzeugend. Wer diese wundersame Zeit quasi hautnah nachempfinden möchte, findet in unserem Shop alle 3 Staffeln von Versailles:

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