Dienstag, Juli 14, 2020
- Advertisement -
Start Kinder Kindergesundheit Wann der Gang zum Kinderarzt ratsam ist

Wann der Gang zum Kinderarzt ratsam ist

Sag es Deinen Freunden: Zuerst wirst Du informiert:

„Mama, mir tut der Bauch weh!“. Wenn Kinder sprechen können, sind sie auch in der Lage, sich mitzuteilen, wo es kneift und zwickt. Wobei Kinder auch oft über Bauchweh klagen, aber eigentlich unter Kopfschmerzen leiden. Kinder bis etwa zum sechsten Lebensjahr können Schmerzen kaum orten. Sie projizieren alles in den Bauch. Meist geben sie Schmerzen in der Nabelgegend an – auch wenn zum Beispiel wegen einer Angina der Hals weh tun müsste.

Säuglinge und Kleinkinder können sich noch nicht genau mitteilen. Gerade bei ihnen ist es für Eltern daher oft ziemlich schwer, auf Krankheitszeichen richtig zu reagieren und abschätzen zu können, ob nicht „mehr dahintersteckt“. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass ein Kind, das beispielsweise trotz Fieber spielt, nicht schwer krank ist. Auch ein laut schreiendes Kind ist wahrscheinlich auch nicht bedrohlich krank.

Gefährlich wird es erst, wenn:

  • das Kind lethargisch ist,
  • keinen Blickkontakt hält
  • leise wimmert.

Weitere ernst zu nehmende Anzeichen können sein:

  • das Kind spielt oder lacht weniger als sonst
  • es lässt sich nur schwer beruhigen
  • es klammert sich in übertriebener Weise an die Eltern
  • zu Zeiten, in denen es sonst hellwach ist, erscheint es sehr müde.

Der Griff zum Fieberthermometer ist meist der erste Schritt auf der Suche nach eventuellen Krankheiten. Bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren sollte die Körpertemperatur nicht im Mund, sondern im After gemessen werden. Doch: Fieber selbst ist keine Krankheit, sondern ein Krankheitszeichen. Es zeigt an, dass sich der Körper mit einer Erkrankung auseinandersetzt. Die normale Körpertemperatur eines Kindes liegt zwischen 36,5 Grad Celsius (°C) und 37,5 °C.

Bis zu 38,5 °C spricht man von erhöhter Temperatur. Steigt die Thermometertemperatur noch höher, hat das Kind Fieber. Ab 39,5 °C spricht man von hohem Fieber. Ein Kind, das eine fieberhafte Erkrankung ausbrütet, kann zunächst stiller als gewöhnlich werden. Vielleicht ist auch der Appetit schlechter oder das Schlafbedürfnis größer.

Wann sollte das Kind dem Kinderarzt vorgestellt werden?

Bei Erkältungszeichen, wie leichtem Husten (ohne Atemnot) und Schnupfen, breiigem Stuhl oder Fieber, wobei das Kind aber trotzdem vergnügt ist und Appetit hat, könnt Ihr meist bis zum nächsten Tag abwarten. Oftmals sind die Krankheitszeichen dann vorbei oder schwächer.

Sofort zum Arzt heißt es, wenn ein Säugling mehr als nur leichtes Fieber hat: Unter sechs Monaten schon ab 38,0 °C (im Po gemessen), beim älteren Säugling ab 38,5 °C. Das gilt ebenfalls, wenn sein Verhalten Euch „nicht geheuer“ ist, Euer Baby Krankheitsanzeichen hat, die Ihr Euch nicht erklären könnt, zum Beispiel einen Ausschlag oder entzündete Augen, oder wenn das Kind mehr als eine Mahlzeit verschläft oder apathisch wirkt. Bei länger anhaltendem wässrigem Durchfall, mehrmaligem Erbrechen und hohem Fieber mit Atemnot (oder pfeifendem Atemgeräusch) solltet Ihr so rasch wie möglich in die nächste Kinderklinik fahren. Grundsätzlich gilt: In allen Zweifelsfällen, auch wenn Ihr Euch unsicher fühlt, solltet Ihr „auf Nummer sicher“ gehen und einen Arzt konsultieren.

Quelle: www.dgk.de

- Advertisement -
Dir gefällt dieser Artikel? Ja! Du willst mehr Artikel von uns lesen? Ja! Du willst, dass wir in Adeba weitermachen? Ja! Dann unterstütze bitte unser Projekt mit einer Spende für die Kaffeetasse als Anerkennung für die vielen Autoren. :-).

Wann der Gang zum Kinderarzt ratsam ist 1

- Advertisement -

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen von Adeba.de Mit dieser Kommentarfunktion erheben wir personenbezogene Daten nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b, c und f DSGVO. Unter dem Grundsatz der Datensparsamkeit und Datenvermeidung erfragen wir an dieser Stelle lediglich Ihre E-Mail-Adresse als Pflichtangabe, um – ebenfalls per E-Mail – Ihre Anfrage zu bearbeiten und darauf antworten zu können. Die Datenverarbeitung zum Zwecke der Kontaktaufnahme mit uns erfolgt nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b, c und f DSGVO auf Grundlage Ihrer freiwillig übermittelten Daten. Da sie hier öffentlich posten werden Ihre übermittelten Daten für immer öffentlich gespeichert und angezeigt Unsere Datenschutzerklärung ist für Sie unter Datenschutzerklärung abrufbar. Um Ihre Daten zu schützen, nutzen wir für die Übertragung das TLS Verschlüsselungsverfahren (SHA256 / 2048 bit) im Sinne des §9 BDSG. Somit gewährleisten wir, dass Ihre Daten bei der elektronischen Übertragung, während des Transports und der Speicherung nicht unbefugt gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können.

- Advertisment -
Dir gefällt dieser Artikel? Ja! Du willst mehr Artikel von uns lesen? Ja! Du willst, dass wir in Adeba weitermachen? Ja! Dann unterstütze bitte unser Projekt mit einer Spende für die Kaffeetasse als Anerkennung für die vielen Autoren. :-).

Wann der Gang zum Kinderarzt ratsam ist 1



Immer zuerst informiert

254,836NachfolgerFolgen
2,569,435NachfolgerFolgen

Sag es Deinen Freunden:
DU ZUERST:

Aktuellste THEMEN

Aktuell

Nabelschnurblut: Geschäft mit den Ängsten der Eltern?

Nabelschnurblut: Geschäft mit den Ängsten der Eltern? - Stammzellen aus Nabelschnurblut: Wunderzellen der modernen Medizin?

Beliebt auf Adeba

So wirst Du in vier Wochen die Zuckersucht los

In unserem Artikel „Befreiung von der Zuckersucht und Abnehmen gehen Hand in Hand“ sind wir ausführlich darauf eingegangen, warum es so wichtig ist, den...

Der Bluttest auf Down-Syndrom sorgt für kontroverse Debatten

Was früher als Down-Syndrom bezeichnet wurde, heißt heute Trisomie 21, das erst einmal vorab zur modernen Sprachregelung. Gerade fand im Bundestag eine Debatte über...

Kaiserschnitt – Geburtsschmerzen keine Chance?!

Kaiserschnitt - Geburtsschmerzen keine Chance?! - Immer mehr Kinder kommen per Kaiserschnitt auf die Welt

Berliner Panda-Zwillinge tummeln sich in ihrem Zoo-Wohnzimmer

Gelungener Premieren-Auftritt der putzmunteren Panda-Zwillinge mit Bärenmutter Meng Meng vor den Kameras zahlreicher in- und ausländischer Medienvertreter im Berliner Zoo.