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Gibt es überhaupt einen optimalen Abstand zwischen zwei ? Eine Frage, die fast so alt ist, wie die Menschheit. Für viele Paare ist klar, dass sie haben möchten, und zwar nicht nur eines. Ist der zeitliche Abstand zwischen den Geburten kurz genug, haben die stets einen Spielgefährten und das jüngere kann vom älteren viel . Doch Vorsicht: Wenn zwischen den Geburten nur wenige Monate liegen, könnte es bei der Folgegeburt zu Komplikationen kommen, dies gilt insbesondere für ab circa 35 Jahre.

Wie lange soll man also bis zur zweiten Schwangerschaft warten? Ist der kurze Abstand zwischen n wirklich schädlich?

Man nennt sie umgangssprachlich „Irische Zwillinge“, die , die in rascher Folge, also innerhalb von einem Jahr zur Welt kommen. Dass dieser Umstand in vielerlei Hinsicht sehr praktisch sein kann, ist vielen Eltern bewusst. Aber ist das auch immer gut für die und für die ? Welches tatsächlich der optimale Abstand zwischen den ist, unter der Prämisse, dass die Gesundheit von keinem Beteiligten gefährdet ist, damit beschäftigen sich Wissenschaftler schon lange.

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Wenn es in Studien um den besten Abstand zwischen zwei geht, findet man in der englischsprachigen Literatur den Begriff „pregnancy spacing“. Darin wird unisono die Empfehlung ausgesprochen, sich und dem kind ausreichend Zeit zu lassen, denn der Hormonstatus und alle Körperfunktionen der sollten sich erst wieder normalisieren. Hinzu kommt, dass das bereits vorhandene Baby viel Aufmerksamkeit braucht und ohnehin in mehrerer Hinsicht stark an den Kräften seiner zehrt. Dazu gehört mit Sicherheit das Stillen, das der viele Vorräte an Eisen oder Folsäure abverlangt. Gerade Letztere wird nämlich in besonderem Maße für die nächste Schwangerschaft benötigt.

Ein Baby – der Vorsatz Nr.1 für’s neue Jahr

Kanadische Forscherinnen haben den optimalen Abstand zwischen den berechnet

Im Fachmagazin Jama Internal erschien 2018 eine Studie, in der mehr als 148.000 in der Provinz British Columbia näher betrachtet wurden. Die Wissenschaftler von der Universität von British Columbia fanden dabei heraus, dass sowohl für die als auch für das zweite Baby erhöhte Risiken bestanden, wenn die zweite Schwangerschaft relativ schnell auf die erste folgte.

Ein Jahr Schonfrist nach der Geburt bis zur nächsten Schwangerschaft scheint sich hier als Orientierungsmaß zu etablieren. Die Hauptautorin Laura Schummers weist darauf hin, dass gerade die etwas älteren Mütter diese Erkenntnis ernst nehmen sollten. Sie neigen zuweilen bewusst dazu, die Pausen zwischen den zu verkürzen.

Immerhin 1,2 Prozent jener , die schon älter als 35 Jahre waren und weniger als sechs Monate abgewartet haben, bis sie nach einer Geburt erneut schwanger wurden, kämpften mit schwerwiegenden Komplikationen. Einige dieser starben sogar während oder bald nach der Geburt. Aber nur noch ein halbes Prozent der älteren Mütter erlitten Komplikationen, wenn sie mindestens 18 Monate lang pausiert hatten. Bei den in der Altersgruppe zwischen 20 und 34 Jahren traten diese Risiken nicht auf, wohl aber kam es signifikant häufig zu en, wenn der zeitliche Abstand zwischen den Geburten zu gering war.

Kinder sind Luxus

Interessant mag noch der Umstand sein, dass jene mit den besonders kurzen „Wartezeiten“ stets mit auffallend geringem Einkommen angehörten. Diese kümmerten sich kaum um die Schwangerschaftsvorsorge und gehörten meistens der Gruppe der Raucherinnen an. Das Bildungsniveau war aber nicht Gegenstand der Studie.

Wurde der beste Abstand zwischen zwei inzwischen herausgefunden?

Das Team um Laura Schummers meint jedenfalls einen optimalen Abstand zwischen von ungefähr 18 Monaten empfehlen zu können, wobei der tolerable Spielraum problemlos von 12 bis 24 Monate reicht. Bestätigung findet diese Sichtweise beispielsweise in der Meta-Studie des Jahres 2006, die im „Journal of the American Medical Association“ veröffentlicht wurde. Hierin wurden die weltweiten Daten von mehr als elf Millionen ausgewertet mit der Schlussfolgerung, dass das einer um 40 Prozent erhöht ist, wenn die vorangegangene Geburt zum Zeitpunkt der Zeugung weniger als sechs Monate her ist. Zudem ist in diesen Fällen das eines zu geringen Geburtsgewichts um mehr als 60 Prozent erhöht.

Die natürliche Geburt mit HypnoBirthing

Im Magazin „International Journal of Obstetrics and Gynaecology“ wurde 2014 eine Studie publiziert, die festgestellt haben will, dass das der um fast 16 Prozent erhöht ist, wenn eine nach einer Geburt innerhalb von 18 Monaten wieder schwanger wird. Scheinbar sind wir damit dem optimalen Abstand zwischen den etwas nähergekommen, aber gibt es vielleicht noch weitere Aspekte zu berücksichtigen?

Der optimale Abstand zwischen zwei hat viele Facetten

Noch im Jahre 2005 empfahl die Weltgesundheitsorganisation WHO einen optimalen Abstand zwischen den von zwei Jahren. Nach allem, was hier gesagt wurde, scheint diese Empfehlung, wenn auch nicht widerlegt, dann doch zumindest überholt zu sein. Doch neuere Meta-Studien meinen einen Zusammenhang herausgefunden zu haben zwischen einem geringen zeitlichen Abstand der und Autismus. Ein WHO-Bericht aus dem Jahre 2016 konstatiert, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, ein autistisches Kind zu bekommen, nur noch halb so groß ist, wenn der Abstand der drei bis vier Jahre ausmacht. Die Bezugsgröße sind hierbei einjährige Schwangerschaftsabstände.

Wenn man danach fragt, wer Recht hat, gilt oftmals die Antwort: Alle haben Recht. Was für die eine richtig ist, muss noch lange nicht gut sein für die andere. Der beste Abstand zwischen zwei ist immer eine ganz individuelle Abwägung. Was aber Allgemeingültigkeit hat, ist die Tatsache, dass das Durchschnittsalter der , die ein Kind zur Welt bringen, seit 1991 von 27,9 Jahren auf 31,2 Jahre (in 2017) angestiegen ist. Rein statistisch muss dies eine Auswirkung haben auf die zeitlichen Abstände bis zu den Folgegeburten. Um diesen Gedanken etwas plausibel zu machen, hier ein Beispiel:

Carla ist schon 39 Jahre alt, als sie ihr erstes Kind kriegt, weil sie bislang an ihrer beruflichen Karriere gearbeitet hat. Sie weiß, dass bei älteren die Wahrscheinlichkeit, ein behindertes Kind zu kriegen, ab 40 rapide ansteigt. Da sie aber gern zwei haben möchte, wird sie absichtlich ein halbes Jahr nach der Geburt ihrer ersten Tochter schon wieder schwanger.

Was ist das beste Alter, um schwanger zu werden?

Der optimale Abstand zwischen den aus psychologischer Sicht

Wenn der Altersunterschied zwischen zwei n nur klein genug ist, werden sie gewiss ein Herz und eine Seele, glauben viele Eltern. Auf der anderen Seite kann aber auch ihre Rivalität enorme Ausmaße annehmen. Sogenannte „Hassimpulse“ führen dazu, dass der eine dem anderen nicht die Butter auf dem Brot gönnt. Beobachtet wird so etwas besonders bei gleichgeschlechtlichen n, die kaum ein Jahr auseinanderliegen.

Daher gehen Entwicklungspsychologen heute davon aus, dass der optimale Abstand zwischen zwei Geburten eher bei drei Jahren liegt. Prof. Hartmut Kasten war forscher an der Universität München. Er sagt, dass die enge Bindung des ersten Kindes vor allem an seine nach dem dritten Geburtstag langsam nachlässt, weil dann oftmals der garten schon einen wichtigen Platz in seiner Erlebenswelt einnimmt. Das Kind hat inzwischen gelernt, eigene Bedürfnisse kurzfristig zurückzustellen und kann nun einigermaßen damit umgehen, dass die dem neuen Baby viel Aufmerksamkeit schenken muss.

 

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