Donnerstag, September 24, 2020
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Du bist doof, Du spielst nicht mit …

Wenn Kinder unter Mobbing leiden

Sag es Deinen Freunden: Zuerst wirst Du informiert:

Was ist eigentlich Mobbing bei Kindern?

Ganz bewusst werden Kinder ausgegrenzt und so auch in ihrem sozialen Ansehen geschwächt. In der Praxis sieht das z.B. so aus

  • ein Kind wird nicht beachtet und darf auch nicht mitspielen
  • das Kind wird beleidigt und beschimpft
  • anderen Kindern wird regelrecht verboten, mit dem einen Kind zu reden, zu spielen etc.
  • über das Kind wird sich lustig gemacht, es wird angeschrien und verspottet
  • dem Kind werden Sachen weggenommen
  • es wird getreten, geschlagen und geschubst
  • über das Kind werden Gerüchte verbreitet

Jedes Kind kann Opfer von Mobbing werden, denn der Anlass für die Schikane ist meist völlig willkürlich gewählt.

Wie erkenne ich, ob (m)ein Kind gemobbt wird?

Da jedes Kind Mobbing-Opfer werden kann, ist es wichtig, dass Du auf Warnsignale achtest. So solltest Du aufmerksam werden, wenn

  • Das Kind sich in seinem Wesen verändert, ein sonst offenes und fröhliches Kind ist auf einem sehr verschlossen.
  • Das Kind hat Prellungen oder ähnliche Verletzungen, Sachen sind kaputt oder verschwunden, für alles hat es aber keine Erklärungen.
  • Das Kind vereinsamt, es bringt weder Freunde mit noch wird es von anderen eingeladen.
  • Die Leistungen in der Schule stark nachlassen.
  • Das Kind sich weigert in den Kindergarten bzw die Schule zu gehen, dafür sogar Krankheit vortäuscht.
  • Kinder zeigen in solchen Stresssituationen oft auch psychosomatische Beschwerden wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen.
  • Das Kind ist zunehmend ängstlich und unsicher.

Was tun bei Mobbing?

Wenn Du den Verdacht hast, dass (D)ein Kind gemobbt wird, dann bewahre Ruhe und versuche das Kind behutsam darauf anzusprechen. Ganz wichtig ist, handele nicht auf eigene Faust bzw. ohne Wissen/Einwilligung Deines Kindes.

  • Stärke das Selbstbewusstsein Deines Kindes. Vermittle Deinem Kind, dass es sich zu Hause, aber auch in der Schule sicher fühlen kann und Deinen Rückhalt in allen Dingen hat. Wichtig ist, dass das Kind weiß, es kann zu Hause alles erzählen ohne Angst.
  • Nimm Dein Kind ernst, wenn es oben genannte Auffälligkeiten/Anzeichen zeigt. Verharmlose die Situation nicht bzw. rate Deinem Kind nicht zum „Stillhalten“oder gar dem „aus dem Wege gehen“.
  • Das Einbinden von Erziehern, Lehrern bzw. der Schule kann ein Weg sein. Versuche zuerst einen Erzieher bzw. Lehrer ins Vertrauen zu ziehen.

Vorbeugen
… damit Kinder weder Opfer, noch Täter werden.

  • Von klein auf sollten Kinder lernen und trainieren, wie sie mit Konflikten umgehen. Das heißt, Schlagen ist kein Argument und kein Mittel. Weglaufen bzw. Hilfe holen ist der besser Weg, als sich verhauen zu lassen.
  • Nimm Dein Kind ernst, schenke ihm Aufmerksamkeit, lass es sich ausprobieren und ermutige es.
  • Bestätige es, aber sei konsequent. Das Kind muss lernen, auch ein Nein zu akzeptieren. Wichtig ist, dass Dein Nachwuchs zu sich selber steht und eigene Schwäche annimmt, aber auch Grenzen bzw. Regeln kennt und akzeptiert.
  • Starke Kinder sind wenig gefährdet in die Mobbing-Falle zu geraten, egal ob als Opfer oder als Täter.

Autor: jb

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