Großes Kinderwunschforum auf Adeba

In den ersten Wochen sind Schwierigkeiten beim gar nicht so selten. Viele Schwierigkeiten sind jedoch vorübergehend und können gemeistert werden.

Lasst Euch also nicht so schnell entmutigen.

Wunde Brustwarzen

Wunde Brustwarzen können einer Mutter das Stillen schnell verleiden.

Ursache für wunde Brustwarzen

Wunde Brustwarzen sind fast immer die Folge falscher Anlegetechniken, wenn beispielsweise das nur an der Brustwarze saugt.

Was könnt Ihr machen:

Wohltuend ist die trockene Wärme einer Rotlichtlampe zwischen den Stillmahlzeiten oder im Sommer ein kurzes Sonnenbad „oben ohne“.

Wischt nach der Stillmahlzeit die letzten Milchtropfen und den Speichel des Babys von der Brust nicht ab, sondern laßt sie antrocknen. Sie haben eine heilende Wirkung.

Damit die Milch auch auf der besonders gereitzten Seite schonend eintreten kann, legt das Kind an der anderen Brust zuerst an. Das Ansaugen ist dann etwas weniger schmerzhaft.
Ihr könnt auch eine kühle Kompresse oder Eiswürfel in einem Waschlappen vor dem Stillen auf die wunde Brustwarze legen. Das dämpft den , wenn das Kind zu saugen beginnt.

Laßt das Kind an der gereizten Seite nicht länger als 10 Minuten saugen. Verkürzt lieber die Stillabstände.

Der Heilungsprozeß wird auch durch Auftragen einer Creme mit den natürlichen Zusätzen von Guajazulen oder Lanolin gefördert.

Die Milch reicht nicht

Ursachen für fehlende Milchmenge

Die Bildung von Muttermilch ist zwar ein automatischer Prozess, aber auch ein sehr störanfälliger Vorgang. Die Milchbildung hängt im hohen Maße mit der seelischen Verfassung der Frau zusammen. Fühlt sie sich überfordert, läuft nichts – im wahrsten Sinne des Wortes.

Deshalb brauchen junge Mütter in erster Linie viel seelische Unterstützung.

Wenn die Milch nicht reicht, gebt das Stillen nicht gleich auf. Es gibt viele „Tricks“ die Milchmenge zu steigern. Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, wenn Ihr etwa sechs Wochen nach der Geburt und nach drei Monaten das Gefühl habt, Euer Baby wird nicht richtig satt. Der große Appetit hängt mit einer Wachstumsphase zusammen: das Kind legt in dieser Zeit so kräftig zu, daß es vorübergehend kaum satt zu bekommen ist.

Vertraut als erstes Eurem Baby. Es steuert seinen Bedarf selbständig. Legt es häufiger an, auch nachts. Nach zwei bis drei Tagen hat Euer Hormonsystem die Botschaft verstanden, die Milch fließt reichlich.

Was kann ich machen, wenn die Milchmenge beim Stillen nicht ausreicht

Um die Milchbildung anzuregen, könnt Ihr mit einem „Stilltee“ nachhelfen. Diesen gibt es fertig gemischt, oder Ihr bereitet ihn selbst mit je 20 g Fenchel-, Kümmel-, Anissamen und Brennesselblätter. Überbrüht zwei gehäufte Eßlöffel der Teemischung mit einem halben Liter , zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Trinkt davon über den Tag verteilt drei bis vier Tassen.

Achtet darauf, daß Ihr mindestens zwei Liter am Tag trinkt – aber keinen Salbeitee. Er kann die Milchbildung hemmen.

Wenn Ihr trotz allem das Gefühl habt, die Milchmenge ist unzureichend, macht eine Wiegeprobe. Legt das Baby vor und nach jeder Mahlzeit mit den gleichen Sachen und der gleichen Windel auf die . Die Addition der Differenzen ergibt die Gesamttrinkmenge. Besprecht das Ergebnis mit einer Hebamme oder Eurem Kinderarzt.

Es kann viele Gründe für wenig Milch geben: zu viel körperliche Aktivität, Steß mit Geschwisterkindern, Überforderung mit der neuen Situation, Kummer und nicht zuletzt die Sorge, die Milch könne nicht reichen.

Versucht eine Lösung zu finden, die Euch mehr Ruhe und Abstand verschafft.

Gönnt Euch doch einen Trödeltag im , zusammen mit Eurem Baby. Manchmal hilft es Wunder, sich ganz auf das Kind zu konzentrieren und die Außenwelt mal für einen Tag zu ignorieren.

Milchstau

Bei einem Milchstau fühlt sich die Brust prall und hart an. Sie ist sehr druckempfindlich und heiß. In den Drüsenbläschen und Milchgängen hat sich zu viel Milch angesammelt. Ihr solltet so schnell wie möglich dafür sorgen, daß sie abfließt.

Ursachen vom Milchstau

Ein Milchstau kann beispielsweise über Nacht entstehen, wenn das Baby plötzlich durchschläft, oder auch tagsüber wenn es, aus welchen Gründen auch immer, zu einer längeren Stillpause gekommen ist.

Zum Milchstau kann es auch kommen wenn das Baby einmal nicht richtig trinkt. Durch das Saugen wird die angeregt, aber kaum entleert.

Was kann ich bei Michstau machen:

Die Milch muß heraus !!!

Manchmal schafft es das Baby alleine nicht mehr, überhaupt an die Milch heranzukommen. Durch die Schwellung treten die Brustwarzen nicht genug hervor. Das Baby kann sie also nicht richtig erfassen. Außerdem sind die Brustschließmuskeln zu verkrampft, um überhaupt durchlässig zu sein.

Legt eine warme Kompresse auf die Brustwarze oder laßt unter der Dusche warmes Wasser über die ganze Brust laufen. Empfehlenswert ist es auch sich in die Badewanne zu legen. Durch die Wärme werden die verkrampften Muskeln gelöst. Dabei solltet Ihr Eure Brüste mit beiden Händen umfassen und mit ertragbaren Druck langsam vom Brustkorb zu den Brustwarzen hin streichen. Durch diese Massage kommt die Milch zum fließen. Drückt nun soviel Milch heraus, bis die Brust sich weniger prall anfühlt und legt dann das Baby an.

Kalte Kompressen helfen, die Milchbildung zu bremsen und Schwellungen zu verhindern. Auch wenn Ihr vorübergehend weniger trinkt, regt Ihr die Milchbildung weniger an.

Brustdrüsenentzündung (Mastitis)

Bei einer Mastitis ist die Brust, genau wie bei einem Milchstau, prall, heiß und druckempfindlich. Dazu kommt jedoch, dass sie an einer Stelle hart und gerötet ist. Im allgemeinen kommt es zu .

Ursachen von Brustdrüsenentzündung (Mastitis)

Eine Brustentzündung entsteht als Folge eines Milchstaus, wenn die Abwehrkräfte nicht stark genug sind, die vorhandenen Bakterien (Staphylokokken) abzuwehren.

Was kann ich bei Brustdrüsenentzündung (Mastitis) machen

Stillt Euer Baby so oft wie möglich. Während das Baby trinkt, solltet Ihr mit geschlossenen Fingerspitzen über die gerötete Stelle, hin zur Brustwarze massieren, damit die Milch aus den verhärteten Drüsen abfließt.

Sollte Euer Baby nicht ausgiebig genug getrunken haben, pumpt die verbleibende Milch nach dem Stillen ab.

Zwischen den Stillmahlzeiten könnt Ihr die Brust mit kühlenden Quarkwickeln beruhigen. Streicht dazu eine dünne Schicht kalten Magerquarks über die gesamte Brust – mit Ausnahme der Brustwarze und legt als Schutz eine Mullwindel herum. Sobald die Mullwindel durchwärmt ist, erneuert den Wickel.

Auch eine Kräuterkompresse kann helfen. Echter Steinklee erweicht verhärtete Milchdrüsen. Ihr erhaltet ihn als „Melilotus officinalis“ in der Apotheke.

Gebt etwa eine Handvoll getrocknetes Kraut in eine Mullwindel. Dann überbrüht Ihr das Kraut mitsamt der Windel mit kochendem Kasser und laßt es zehn Minuten bedeckt ziehen. Drückt anschließend beispielsweise mit Hilfe zweier Teller die aus und legt die Kompesse möglichst heiß auf die Brust. Das ganze mit einem Handtuch abdecken.

Wichtig !

Wenn die Brustentzündung mit Hilfe der Hausmittel nicht innerhalb von 24 bis 36 Stunden deutlich (!) besser wird, sucht unbedingt einen auf. Unter Umständen muß die Entzündung mit Antibiotika behandelt werden. Es gibt übrigens Antibiotika, die Eurem Kind durch die Milch nicht schaden.

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