Freitag, Dezember 9, 2022
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Riesige Geier aus nächster Nähe beim Fressen zuschauen

Mallorca steckt voller Überraschungen. Wer hätte schon gedacht, daß es bei rund 13 Millionen Touristen im Jahr noch genügend Lebensraum für so seltene und menschenscheue Vögel wie die Mönchnsgeier gibt. Um ungestört leben und nisten zu können, brauchen diese Vögel mit einer Flügelspannweite von knapp drei Metern entsprechend große Gebiete – 300 Quadratkilometer um genau zu sein.

Im Tramuntanagebirge mit seinen Bergketten und guten Aufwinden kreisen sie ausdauernd über der offenen Landschaft und entfernen sich dann bis zu 60 km von ihrem Brutgebiet zwischen Sóller und Formentor. Von wegen Touristeninsel Mallorca – hier im unwegsamen Teil des Tramuntagebirges an der Nordküste kann man man tagelang wandern ohne einem Menschen zu begegnen. Nur Geiern, die über einem kreisen als würden sie auf einen Leckerbissen warten. OK., ganz so dramatisch ist es nicht, die Geier ziehen hier ihre Runden um verendete Ziegen und Schafe auszumachen.

Als „natürliches Bestattungsunternehmen” beseitigen die Greifvögel tote Tiere und halten die Umwelt sauber. Krankheitserreger könnten sich sonst auf andere Wildtiere, Vögel und sogar auf den Menschen ausbreiten. Mit ihrer ätzenden Magensäure können sie nämlich Aas bestens verdauen. Doch ohne menschliche Hilfe wären die Geier schon längst ausgestorben. Doch auch Geier haben mal Unfälle, verletzten sich in Zäunen oder Stromleitungen. Auf einer Finca bei Campanet werden die verletzten Geier gepflegtt und man sie aus nächster Nähe beobachten. In der Station werden auch Filme und Kurzvorträge über die Geier angeboten.

Öffnungszeiten, Adresse, Weg Beschreibung, Telefon und Internet

  • Fütterung Mo und Fr 10:00 – 14:00, jeder erste Samstag im Monat.
  • Juni bis August: 9:00 – 13:00.
  • Anfahrt von Palma über die MA 13 Richtung Inca/Alcúdia, nach der Ausfahrt Campanet bei der Tankstelle am Kreisverkehr rechts der Beschilderung folgen (noch 3 Minuten)
  • ✆ 971 575 880
  • www.fvsm.eu

Die Fundación Vida Silvestre Mediterránea (FVSM) wurde auf den Balearen und den Rest des Mittelmeers mit dem Ziel, im Jahr 2002 in Mallorca ins Leben gerufen, um die Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen. Die Stiftung wird von Menschen aus verschiedenen Ländern und Berufen aus, eine multidisziplinäre und motivierte Gruppe einrichten.


2020/2021 – > COVID19 Anmerkung der Adeba-Redaktion:

Dieser Artikel erscheint unabhängig von Pandemien! Wir prüfen nicht, ob diese touristische Attraktion derzeit noch Kunden empfängt oder gar geschlossen wurde. Es kann deshalb sein, dass die Webseite nicht mehr erreichbar ist und auch der Betrieb geschlossen ist.

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Wir machen das, um dem Tourismus zu helfen und damit ihr trotz Krise nicht das Schwärmen für fremde Länder vergesst. So vergessen wir nicht die Menschen und Länder, die uns einen Urlaub wert waren und es hoffentlich bald wieder sind.

Ihr solltet ihr Euch beim Anbieter, beim Tourismusamt oder bei der angegebenen Telefonnummer erkundigen ob die Einrichtung derzeit geöffnet ist.


Stefan Loiperdinger
Stefan Loiperdingerhttp://www.mallorcas-schoene-seiten.de
Stefan Loiperdinger. Aufgewachsen im Münchner Künstlerviertel Schwabing. Nach diversen Orientierungsversuchen finanziert sich der Münchner als Briefträger und Taxifahrer das Studium zum Grafikdesigner. Danach 30 Jahre Werbung. Und dann die Erkenntnis, dass es noch mehr im Leben geben muss als 12-Stundentag und Meetingmarathons. 2002 ein Urlaub auf Mallorca, „damit wir es abhaken können, da gefällt es uns sowieso nicht“. Nach einer Woche süchtig. Auf unzähligen Touren erforscht der Wahlmallorquiner von nun an jeden Winkel der Insel und veröffentlicht 2014 die erste Ausgabe seines jährlich erscheinenden Magazins „Mallorcas schöne Seiten“. Ein Magazin vollkommen ohne Werbung. Weshalb ihn auch die Fachwelt für vollkommen verrückt erklärt. „Zum Geldverdienen ist das sicher der falsche Weg,“ meint er. „Aber manche Dinge sind mit Geld auch nicht aufzuwiegen. Die Schönheit und Vielfalt der Insel zum Beispiel. Nach vielen Jahren auf der Insel entdecke ich immer noch Neues und Überraschendes – unbezahlbar!“

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