Mittwoch, Dezember 2, 2020
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Die Qual der Wahl – auf der Suche nach dem passenden Name für ein Kind

Wie finde ich den richtigen Namen für mein Kind

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Für Prominente kann es oftmals nicht exotisch genug sein – da wird das Kind gern mal nach dem Zeugungsort benannt, heißt dann also Paris oder Brooklyn. Oder der Nachwuchs bekommt einfach einen dermaßen ungewöhnlichen Name verpasst,wie Lou Sulola oder Viggo, dass der Normalo unverständlich mit dem Kopf schüttelt. Wo sich also  Promi-Eltern scheinbar kaum einen Kopf machen, denkst Du  doch sehr intensiv darüber nach, mit welchen Namen Dein Kind ein Leben lang leben wird.

Und daran ist auch nichts verkehrt, denn bei der Namenswahl muss schon einiges bedacht werden.

So stehst Du einer schier unüberschaubaren Vielfalt an Namen gegenüber. Die reicht von schlicht und einfach wie Anna oder Tom bis hin zu exotisch wie Malaika oder Tammo.

Einige grundsätzliche Überlegungen bei der Namenswahl können helfen, eine gute Wahl zu treffen. Schließlich wird sich das Kind sein Leben lang mit eben dem Namen identifizieren müssen.

Klang des Namens

Mit einigen Vornamen tust Du Deinem Kind überhaupt keinen Gefallen, sondern setzt es auf lange Sicht wohl eher Hänseleien aus. Vorprogrammiert ist das beispielsweise mit Vornamen, die sich leicht auf Anstößiges reimen lassen, wie beispielsweise Frigga oder Uschi. Bestehst Du dennoch auf genau so einen Namen, dann ist ein guter Kompromiss, eben diesen Namen „nur“ als Zweitnamen zu nehmen.
Dann ist der Klang des Vornamens im Zusammenspiel mit dem Familiennamen wichtig. Einen typisch deutschen Nachnamen wie Lehmann oder Müller mit einem exotischen Vornamen wie Rashad oder Kanisha zu kombinieren will besonders gut überlegt sein.

Alltagstauglichkeit von Namen

Ein exotischer Name mag anfangs ja sehr nett und vor allem individuell klingen, aber auf lange Sicht kann so ein Name auch Probleme machen. So sollte der Vorname besonders auch für das Kind leicht aussprechbar bzw. einfach zu schreiben sein. Namen aus anderen Sprachen sollten auch auf den Bezug der richtigen Schreibweise entweder gut recherchiert oder doch lieber vermieden werden. Sonst wird aus einer Amy, schnell eine Emy oder es gibt andere für das Kind wenig amüsante Eindeutschungen.
Dann denk daran, dass Dein Nachwuchs gut und gern 70 oder mehr Jahre mit dem Namen leben muss. Ein Namen der bei einem Kleinkind süß klingt, kann für einen Erwachsenen schon einwenig peinlich wirken.

Bedeutung von Namen

Informiere Dich besonders bei Namen aus anderen Kulturen bzw. Sprachen nach der konkreten Bedeutung. So vermeidest Du, dass Dein Kind mit seinem Name peinliche Erlebnisse hat.

Trendnamen

Die aktuellen Namenscharts bieten schöne Vornamen, aber Vorsicht. Stehen heute Maria, Tim und Jonas hoch im Kurs – kann es gut sein, dass sich in sieben Jahren in der Klasse Deines Kindes einige Namenszwilling wieder finden und wer möchte schon „Tim Nr.3“ oder “Marie Nr. 4” sein.

Prominamen

Klar, nicht nur in der Mode setzen Prominente gern mal neue Trends, sondern auch im Bezug auf Namen sind sie Vorreiter. Doch so schön und ausgefallen manche Namen sind, auch hier ist Vorsicht geboten. Nicht nur, dass durch die Medien viele werdende Eltern auf den Namen aufmerksam werden, es stellt sich auch die Frage, inwieweit so manche kreative Promi-Namensschöpfung im Leben eines normalen Kindes passend und tauglich ist.

Und sonst …

Ein Vorname ruft bei uns unbewusst bestimmte Assoziationen hervor, so zum Beispiel im Bezug auf Alter, Herkunft und Attraktivität der jeweiligen Person. So absurt es klingen mag, aber Studien haben es belegt, dass eine Frau mit dem Namen Julia für attraktiver gehalten wird, während Sylvia als eher spießig eingestuft wird. Und während bei Heiko die Schublade „dumm“ aufgemacht wird, verbindet man mit dem Namen Alexander einen jungen, intelligenten und attraktiven Mann. Inwieweit Du diese Kriterien in die Namenswahl einfliessen lässt, bleibt natürlich ganz Dir selber überlassen.

Leitfaden zur Namenssuche

Hier noch einige kleine Tipps für Dich …

Wann soll ich mit der Namenssuche beginnen?

Beginne möglichst frühzeitig mit der Suche nach einem Namen für Dein Baby, also am besten schon in den ersten Schwangerschaftsmonaten.

Wo finde ich Anregungen?

Neben Namensbüchern gibt es auch im Internet unzählige Vornamenslisten. Vorteil dabei, neben der systematischen Aufzählung findest Du auch Bedeutung und Herkunft der einzelnen Namen. Auch adeba.de unterstützt Dich bei der Suche nach dem passenden Namen für Dein Kind und stellt Dir eine sehr umfangreiche Vornamensliste zur Verfügung.

Ansonsten sind Orte und Quellen an und in denen viele Namen auftauchen eine gute Hilfe,also zum Beispiel mal in der Bibel blättern oder im Kino den Film bis zum Ende – also mit Abspann – anschauen.

Wie grenze ich die Auswahl ein?

Der Zettel mit möglichen Namen für Dein Kind wird länger und länger. Hier nun einige Punkte, die Du beachten kannst, aber nicht zwingend musst, um die Wahl einzugrenzen. Am besten Du überlegst Dir selber, welche von den Kriterien Dir wichtig sind und welche eher unwichtig sind

  • Der Name sollte zum Nachnamen passen!
  • Die Länge des Namens sollte zum Nachnamen passen bzw. mir gefallen!
  • Der Name soll international sein!
  • Der Name soll leicht zu schreiben und einfach auszusprechen sein!
  • Der Name sollte einen Bezug zu meiner Religion haben!
  • Der Name soll klassisch sein!
  • Die Bedeutung des Namens ist äußerst wichtig!
  • Der Name soll sich nicht verniedlichen lassen!

Auf dem Prüfstand

Hast Du nun einige potentielle Namensvorschläge zusammen – dann lege diese Liste einfach mal beiseite. Nach einigen Tagen oder Wochen schaust Du dann noch einmal auf die Liste und prüfst die Namen nochmal. Es ist sehr wahrscheinlich, das nach 1-2 Prüfungen, die Liste um einiges kürzer wird.

Adeba.de wünscht viel Freude und Erfolg bei der Suche nach dem passenden Namen für Dein Kind.

Autor: jb

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