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Das humane Choriongonadotropin (Abkürzung: hCG) ist ein Hormon, welches während einer in der menschlichen gebildet wird und für die Erhaltung der verantwortlich ist.

Zu Beginn der Schwangerschaft, ca. 24 Stunden nach der , beginnt eine spezielle Form des hCG, das hyperglycosylierte hCG, die Einnistung (Nidation) der Blastozyste vorzubereiten. Einige Zellen der Blastozyste differenzieren sich dazu in einkernige Zytotrophoblastzellen, in denen zunächst nur das hyperglycosylierte hCG gebildet wird. Erst im weiteren der Einnistung fusionieren diese Zellen zum vielkernigen Synzytiotrophoblasten, in dem die eigentliche Produktion des biologisch aktiven hCG erfolgt. Aus diesen beiden Zellformen entsteht schließlich das primäre Chorion mit seinen [Chorionzotten]], die frühe Form des kindlichen Anteils der Plazenta. HCG stimuliert den Gelbkörper (Corpus luteum) im Eierstock zur Ausschüttung eines weiteren Hormons, Progesteron, welches den Eierstöcken signalisiert, dass für die nächste Zeit keine Eisprünge notwendig sind (die bleibt aus) und für die Auflockerung der Gebärmutterschleimhaut sorgt. Die Degeneration des Gelbkörpers in ein narbig verändertes Corpus albicans bleibt aus, es entwickelt sich in ein Corpus luteum graviditatis.

In den ersten der Schwangerschaftsteigt die HCG-Konzentration im Blut stetig an, ca. alle zwei Tage verdoppeln sich die Hormonwerte. Das Maximum wird etwa zwischen der achten und zehnten Schwangerschaftswoche erreicht. Danach fallen die hCG-Werte langsam auf basale Konzentrationen ab, die kurz vor der 20. Schwangerschaftswoche erreicht werden. Bis die Plazenta so weit ausgereift ist, dass sie das schwangerschafterhaltende Hormon Progesteron selbst bildet, kann der Gelbkörper bis zum Ende des 4. Schwangerschaftsmonats weiterhin Progesteron produzieren.

Das humane Choriongonadotropin besteht aus zwei Untereinheiten, der a-Untereinheit (alpha-hCG) und der ß-Untereinheit (beta-hCG). Die ß-Untereinheit ist spezifisch für das hCG. Die a-Untereinheit kommt dagegen auch in folgenden Hormonen vor: follikelstimulierendes Hormon (FSH), luteinisierendes Hormon (LH) und Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH). Der Nachweis signifikanter Mengen von humanem Choriongonadotropin im Blut oder Urin einer ist ein sehr wichtiger Indikator für eine bestehende Schwangerschaft. So gut wie alle Schwangerschaftstests funktionieren über den Nachweis der für das hCG spezifischen ß-hCG-Untereinheit. Dies geschieht immunologisch durch Antikörper gegen Epitope der ß-Untereinheit. Je nach den Bindungsstellen am hCG-Molekül messen solche immunologischen Assays nur das komplette dimere Molekül (intaktes hCG) oder das komplette Molekül plus ß-Kette (Total-hCG), das irrtümlich häufig als „ß-hCG“ bezeichnet wird. Da das freie ß-hCG weniger als 1% des Total-hCG ausmacht, werden zur Feststellung der Schwangerschaft sinnvollerweise keine Tests verwendet, die nur für die freie ß-Untereinheit spezifisch sind.

Humanes Choriongonadotropin wird aber auch von einigen Tumoren der Keimdrüsen oder der Plazenta – wie Nichtseminomen, Seminomen, Chorionkarzinomen und dem Ovarialkarzinom produziert. Seltener finden sich erhöhte HCG-Werte bei Tumoren der Mamma, der Leber, des Dünndarms, Kolons und der Nieren sowie beim Bronchialkarzinom. Aus diesem Grund ist der Nachweis erheblicher Mengen dieses Hormons beim Mann oder bei einer nicht schwangeren Frau ein Indikator für einen solchen Tumor, so dass HCG als Tumormarker dient.

Daneben kann eine erhöhte HCG-Konzentration ein Hinweis auf eine , eine Blasenmole oder auch auf eine fetale Trisomie 21 (Down-Syndrom) sein.


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hcg
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Normbereich
< 5 mU/ml nicht schwanger
9 – 130 mU/ml 3.
75 – 2.600 mU/ml 4. SSW
850 – 20.800 mU/ml 5. SSW
4.000 – 100.200 mU/ml 6. SSW
11.500 – 289.000 mU/ml 7. bis 12. SSW
18.300 – 137.000 mU/ml 13. – 16. SSW
14.000 – 53.000 mU/ml 2. Trimenon
940 – 60.000 mU/ml 3. Trimenon


Quelle:
Labor Dr. Zuchhold

 

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