Samstag, September 19, 2020
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Der Mutterleib – das 1. Klassenzimmer im Leben

Was Dein Baby im Bauch schon alles kann

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Noch vor Jahren gingen Wissenschaftler davon aus, dass der Fötus im Mutterleib nichts empfindet, also nicht mal Schmerzen. Doch inzwischen liegen Erkenntnisse vor, die beweisen, dass Ungeborene im Mutterleib sehr wohl etwas wahrnehmen, etwas spüren und fühlen. Das 1. Klassenzimmer Deines Babys ist also Dein Bauch. Das kannst Du für Dich und für Deinen kleinen Schatz zu einer sehr angenehmen und schönen Zeit werden lassen. Wichtig allerdings schon jetzt, überfordere Dein Kind nicht. So sind manche Eltern intensiv dabei, dem Kind bereits im Bauch die Grundlagen der Mathematik oder des Sprechens beizubringen. So sieht es zum Beispiel der Lernplan des „Pränatalen Klassenzimmers“ vor, der von einem amerikanischen Arzt aufgestellt und entwickelt wurde.

Allerdings konnte die Forschung bisher noch nicht beweisen, dass Babys durch eine spezielle Förderung später schlauer, besser, musikalischer oder sonst wie anderen Kindern überlegen wären. Was hingegen belegt ist, ist dass bestimmt intellektuelle Fähigkeiten bereits im Mutterleib angelegt werden. So ist nachgewiesen, dass Föten Silben und Töne unterscheiden können und, dass das Ungeborene auf neue Gedichte intensiver, dass heißt mit einem heftigeren Herzschlag reagiert, als auf bekannte Gedichte.

Beliebt auch das Vorspielen von Musik, allerdings ist fraglich, wie viel davon wirklich beim Kind ankommt. Und inwieweit es vom Kind als wirklich angenehm empfunden wird, denn in Deinem Bauch ist das Kind bereits etlichen Geräuschen ausgesetzt, so zum Beispiel Deinem Herzschlag und dem Gluckern im Magen. Ab dem 5. Monat ist Dein Kind in der Lage diese Geräusche wahrzunehmen, denn ab dem Zeitpunkt kann es Hören. Das bedeutet allerdings auch, kommen unerwartete Geräusch von außen hinzu, wird das Kind im Bauch aufgeweckt. Dein Kind braucht zu dem Zeitpunkt aber auch seine Ruhe, sprich seinen Schlaf und zwar bis zu 20 Stunden pro Tag. Auch das solltest Du wissen und beachten.

Und wissen und bedenken solltest Du auch, dass was seit Hunderten, ja eigentlich seit Tausenden von Jahren „funktioniert“ und von der Natur geregelt ist, auch so gut ist wie es ist. Sprich, der natürlichen Entwicklung auch ihren Lauf lassen und Deinem Kind die Zeit geben und lassen, die es braucht. Wenn es Dir als werdende Mutter gut geht, dann ist Dein Körper auch bestens vorbereitet und in der Lage, dass Wunder zu vollbringen ein Kind zu bekommen.

Übrigens, als Erstes lernt Dein Kind im Bauch das Tasten, So tastet Dein Schatz in der Gebärmutter seine Umgebung ab, drückt gegen die Nabelschnur und die Plazenta. Ab der 13. Woche ist das Ungeborene dann in der Lage, dass es den eigenen Mund und den Daumen seinem Körper zuordnen und am Daumen lutschen kann.

Fest steht, dass für die gute Entwicklung Deines Kindes nicht die „pränatale Förderung“ entscheidend ist.

Wichtig bzw. wichtiger ist, die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind. Das Du also eine positive Einstellung zu Deinem Kind hast, Dich Deinem Kind innerlich zuwendest, Du kannst Deinem Kind auch gern eine Geschichte erzählen oder ein Lied vorsingen und einfach mit ihm sprechen. Aber alles in einem gesunden und entspannten Rahmen und Maß, höre auf Dein Muttergefühl.

Wichtig ist natürlich auch, dass es Dir gut geht und Du Dich wohlfühlst und, dass Du zum Beispiel Stress genau so meidest, wie andere schädliche Einflüsse, also Alkohol und Nikotin.

Über die Entwicklung Deines Babys vom 1. Moment an und über die gesamte Zeit der Schwangerschaft, informiert Dich auch der adeba.de Schwangerschaftskalender.

Autor: jb

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