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Wer von seinem Augenarzt hört, dass er eine chronische Krankheit hat, ist zunächst schockiert und macht sich ganz selbstverständlich Sorgen, wie es weitergehen soll. Bei der Art und Weise, wie sich Menschen mit einer solchen Krankheit dann verhalten, könne man zwei Typen von Patienten unterscheiden, erklärt Hilde Huser von der Initiative Auge: den Passiven und den Aktiven.

Der Passive versucht die Diagnose so lange wie möglich zu ignorieren, er macht sich ein unrealistisches Bild von seiner Situation. Die Symptome und die möglichen Langzeitfolgen der Krankheit werden heruntergespielt oder ins Lächerliche gezogen. Die Verantwortung für die Therapie überlässt der Passive ganz dem Arzt oder anderen Personen; er selbst möchte damit möglichst nicht behelligt werden. Der passive Patient neigt daher dazu, seine Glaukommedikamente öfters zu vergessen, was dem Krankheitsverlauf natürlich nicht zuträglich ist, sondern die Probleme nur verschlimmert.

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Der aktive Glaukom-Patient hingegen nutzt die Zeit, die ihm die chronische Krankheit bietet, um sich mit ihr intensiv auseinander zu setzen. Er spricht seine vorhandenen Ängste offen aus, sucht stets nach weitergehenden Informationen, die ihm helfen können, seine Erkrankung besser zu verstehen. Der Aktive will ein mündiger Patient sein, er will die Verantwortung für seine Behandlung selbst übernehmen und nicht einfach nur dem Arzt überlassen. Er weiß über die Notwendigkeit der konsequenten Anwendung der Augentropfen Bescheid, kennt den Nutzen regelmäßiger Augenkontrollen, führt einen Glaukom-Pass und informiert auch seinen Hausarzt über seine Krankheit.

Das neue Patienten-Beratungstelefon will Ansprechpartner für beide Patiententypen sein. Passiven Patienten fällt es womöglich leichter, anonym über ihre Krankheit und ihre Sorgen zu sprechen. Sie sollen motiviert werden, mehr Selbstverantwortung für den Erfolg ihrer Glaukom-Therapie zu übernehmen.

Beim Glaukom, auch Grüner Star genannt, handelt es sich um eine chronische Krankheit, bei der durch einen zu hohen Druck im Auge der Sehnerv fortschreitend zerstört wird. Ein Glaukom verursacht keine Schmerzen, in der Folge wird das Gesichtsfeld vom Rande her aber immer weiter eingeengt. Unbehandelt kann ein Glaukom zur Erblindung führen. Spezielle drucksenkende Augentropfen können die Krankheit verlangsamen oder stoppen.


Aktualisierter Artikel März 2018:

Wir haben im Internet folgende Hotline gefunden:

Der Experte und Generalsekretär des Initiativkreises Glaukom Dr. Dr. med. Ronald Gerste steht Ihnen für Fragen zum Thema unter der kostenfreien. Telefonnummer 0800 800 88 80 am Montag von 16:00 – 18:00 Uhr. zur Verfügung.

Glaukom aktuell

Telefonnummer 0800 800 88 80
am Montag von 16:00 – 18:00 Uhr


Aktualisierter Artikel Dezember 2018:

Leider scheint die Hotline eingestellt worden zu sein.

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2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Damen und Herren, wo haben Sie in Internet die Nummer der Glaukom-Hotline gefunden ? Die gibt es schon seit Jahren nicht mehr…

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