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Milch, Milch, Milch ist wirklich alles was das Baby in den ersten sechs Lebensmonaten braucht. Glücklicherweise hat die Natur eine Milch für das Baby entwickelt, die allen Bedürfnissen des Babys perfekt gerecht wird.

Die Muttermilch für das Baby

Die natürlichste Säuglingsnahrung ist auch die beste: Muttermilch ist perfekt auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt: Es erhält genau den richtigen Nährstoff- und Kalorienmix.

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Vollgestillte Babys können nicht überernährt werden. Muttermilch ist keimfrei, stets verfügbar, immer richtig temperiert und für das unreife Verdauungssystem am verträglichsten.

Außerdem enthält Muttermilch besondere Abwehrstoffe, die das Baby vor Infektionen schützen. Bestimmte Enzyme unterstützen weiterhin das empfindliche Verdauungssystem des Babys. Bis heute ist es nicht gelungen, diese Abwehr- und Schutzstoffe industriell nachzubilden.

Ein weiterer Vorteil ist, daß sich Muttermilch von ganz allein den wachsenden Nahrungsbedürfnissen des Babys anpaßt, sich also in der Zusammensetzung ändert. Stillen formt auch den Unterkiefer des Babys und hilft, Fehlstellungen vorzubeugen.

Mütter zweifeln öfters daran, ob sie genügend Milch haben, oft als Folge einer Gesellschaft, in der die Flaschenernährung normal und das längere Stillen eher eine Ausnahme ist. Meist fehlt es jedoch nicht an Milch, sondern an Selbstvertrauen. Oft fürchten Mütter beim ersten längeren Schreien ihres Kindes, sie hätten nicht genügend Milch gegeben. Aus Angst wird dann zur Flaschennahrung gegriffen.

Wenn ein Kind jedoch viel Flaschennahrung erhält, lässt sein Interesse an der Brust zu saugen nach. Wenn aber Mich in der Brust zurückbleibt, erhält die Brustdrüse den Befehl: Bitte weniger produzieren.

Mit anderen Worten: wenn Ihr fürchtet, nicht genügend Milch zu Stillen haben und auf Flaschennahrung zurückgreift, werdet Ihr das Stillen leicht aufgeben. Um es positiv auszudrücken: wenn Ihr Stillen wollt, solltet Ihr erst ganz zuletzt zur Flaschennahrung greifen.

https://magazin.adeba.de/informationen-rund-ums-stillen-muttermilch/

Milchfertignahrungen für das Baby

Wenn Ihr nicht stillen könnt oder wollt, steht Euch eine große Auswahl an Fertigmilchnahrung zur Verfügung. Falls es jedoch irgendwie möglich ist, solltet Ihr das Kind in den ersten zwei bis vier Wochen stillen. Es bekommt durch die Vormilch der ersten Tage wichtige Immunstoffe über die Muttermilch mit, die keine industriell hergestellte Nahrung bieten kann.

Handelsübliche Babynahrungen:

Pre-Säuglingsanfangsnahrung

Die Pre-Anfangsnahrung, deren Kohlenhydratanteil wie bei der Muttermilch nur aus Milchzucker (Lactose) besteht, kann von Geburt an gefüttert werden. Sie ist zu bevorzugen, da der Eiweißgehalt in Menge und Qualität, dem der Muttermilch angenähert ist.

Diese adaptierten (d.h. der Muttermilch angepaßten) Milchnahrungen enthalten keine Dickmacher, sind genauso dünnflüssig wie Muttermilch, so daß Euer Baby auch hier nach Bedarf gefüttert werden kann, ohne daß die Gefahr der Überernährung besteht. Anfangsnahrung wird heute auch mit “LCP” angeboten.

Das sind spezielle langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die ein Neugeborenes für die Gehirnreifung und die Entwicklung des Sehvermögens braucht, aber noch nicht selbst bilden kann. Babys die gestillt werden, bekommen sie über die Muttermilch. Pre- und H.A. Nahrungen, die LCP enthalten, sind also in ihrer Zusammensetzung noch besser an die Muttermilch angepaßt.

1 – Säuglingsanfangsnahrung

Die Produkte mit der Ziffer 1 werden als teiladaptierte Milch bezeichnet. Sie sind sämiger und enthalten neben dem Milchzucker noch Stärke. Hier solltet Ihr Euch genau an die vorgeschriebene Trinkmenge halten. Einige Produkte enthalten neben Milchzucker und Stärke noch andere, für den Säugling jedoch überflüssige Kohlenhydrate (Maltodextrine oder Saccarose.)

Folgenahrung (2-er und 3-er)

Bei der Folgemilch handelt es sich um eine Milchnahrung, die frühestens ab dem sechsten Monat gegeben werden sollte. Als Folgemilch bezeichnet man die Babymilch, die mit einer 2 oder 3 gekennzeichnet ist. Sie ist eiweiß-, salz- und kalorienreicher. Durch die veränderte Zusammensetzung bewirkt diese Fertigmilch eine längere Verweildauer im Magen und damit ein längeres Sättigungsgefühl. Durch die höhere Sämigkeit werden Folgemilchen am besten mit Saugern der Gr. 2 getrunken.

Auch wenn uns die Werbung der Nahrungsmittelindustrie anderes vermitteln möchte – Experten halten die Verwendung von Folgemilchen für vollkommen überflüssig.

H.A.-Milch

H.A. steht für “hypoallergen”: Das Eiweiß der Kuhmilch wurde aufgespalten um die Gefahr einer allergischen Reaktion darauf zu senken. Empfohlen wird H.A.-Nahrung wenn ein Kind als allergiegefährdet gilt, also wenn ein Elternteil oder Geschwister eine nachgewiesene Allergie haben. Auch H.A.-Milch gibt es als “Pre-“, als “1”-Milch und als “2”-Milch.

Für Kinder mit einer Kuhmilch-Allergie eignet sich H.A.-Nahrung nicht. Sie brauchen eine Spezialmilch.

Wenn Ihr eine Milchnahrung gefunden habt, die Euer Kind verträgt, solltet Ihr dabei bleiben, da ein Wechsel das empfindliche Verdauungssystem stören kann.

Also bitte nicht alle Pröbchen durchtesten. Auch wenn es die Altersangaben auf den Packungen suggerieren, müsst Ihr Euch nicht von der Pre-Milch über die Folgemilch 1 zur Folgemilch 2 durchkämpfen.

Folgenahrung hat keinerlei Vorteile und wird in erster Linie auf Wunsch der WHO für ärmere Länder produziert, da sie in der Herstellung erheblich günstiger ist.

https://magazin.adeba.de/ernaehrung-von-babys/

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