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Die Methode selbst ist leicht zu beschreiben. Das Kind wird – wie immer – wach zu Bett gebracht. Im Gegensatz zu früher findet aber nur ein kurzes Einschlafritual statt, das immer den gleichen Ablauf und die gleiche Länge hat. Wichtig ist auch, dass es jeden Abend zur gleichen Zeit stattfindet. Um welche Uhrzeit Sie beginnen, ist unerheblich und sollte sich nach Ihrem persönlichen Tagesrhythmus richten.

Schließen Sie das Einschlafritual mit einem Schlusspunkt, z.B. mit einem Gute-Nacht-Kuss oder dem Betätigen der Spieluhr ab. Anschließend stellen Sie das Licht kleiner und verlassen ohne weitere Gesten und Erklärungen den Raum. Möglicherweise wird das Kind protestieren und zu weinen beginnen. Lassen Sie es am ersten Abend trotzdem drei Minuten in seinem Bett allein. Nach Ihnen vermutlich endlos erscheinenden drei Minuten kehren Sie zu ihrem Kind zurück und beruhigen es, indem Sie es streicheln oder ihm sanft zureden.

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Allerdings dürfen Sie es nicht auf den Arm nehmen, Tee oder Milch reichen oder irgendwelche anderen “Belohnungen” geben. Denn das Kind soll ja lernen, dass die Mutter oder der Vater es zwar nicht im Stich lassen, dass sie sein Schreien aber nicht belohnen. Nach exakt zwei Minuten verlassen Sie ohne weitere Gesten und Erklärungen wieder den Raum. Doch bei diesem zweiten Mal verlängern Sie die “Auszeit” auf fünf Minuten usw.

Nach genau diesem Prinzip ist die Ferber-Methode aufgebaut. Allerdings wurde sie von der Psychologin, Frau Annette Kast-Zahn und dem Kinderarzt Dr. Hartmut Morgenroth auf deutsche Verhältnisse übertragen und sozusagen entschärft. Denn Prof. Ferber empfiehlt Auszeiten von bis zu 30 Minuten, die ich für entschieden zu lang erachte.

In dem hier vorgestellten Modell wird eine maximale Auszeit von 10 Minuten empfohlen, die für die Kinder, aber auch für die Eltern eine extreme Belastung sein kann. In der folgenden Tabelle sehen Sie, wie Sie den weiteren Ablauf gestalten können:

Tabelle für den Einsatz der Ferber-Methode

 beim 1. Malbeim 2. Malbeim 3. Malalle weiteren
1. Tag3 Minuten5 Minuten7 Minuten7 Minuten
2. Tag5 Minuten7 Minuten9 Minuten9 Minuten
3. Tag7 Minuten9 Minuten10 Minuten10 Minuten
4. Tag10 Minuten10 Minuten10 Minuten10 Minuten

Auszeiten und “Tröstezeiten” nach Ferber

Sollten Ihnen Bedenken hinsichtlich der Länge der Auszeiten kommen, gestalten Sie Ihren eigenen Zeitplan. So können Sie insgesamt etwas langsamer vorgehen, indem Sie die Auszeiten erst allmählich ausdehnen oder die “Tröstezeiten” verlängern.

Egal, wie Sie Ihren persönlichen Zeitplan gestalten: Bleiben Sie konsequent und denken Sie daran, dass Sie – und nicht Ihr Kind – bestimmen, wie oft und wie lange Sie zu ihm gehen und wie lange Sie bleiben. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Schlafstörungen bei konsequenter Anwendung in den meisten Fällen nach wenigen Tagen behoben waren und nur selten mehr als eine Woche andauerten.

https://magazin.adeba.de/schlafen-lernen-nach-der-ferber-methode/

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