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Die Auswertung klinischer Daten von 31 Brucellose- durch Wissenschaftler des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr hatte ergeben, dass sich fast alle während der Sommerferien bei einem Besuch der Türkei sowie in Bosnien, Griechenland, im Libanon und in Syrien mit dem Brucellose-Erreger infiziert hatten (Eur J Clin Microbiol Infect Dis 24, 2005, 450). Die Daten der Studie stammen vom Deutschen Referenzzentrum für Human-Brucellose in .

Sie waren entweder Touristen oder Immigranten, die ihr Heimatland besuchten. Infektionsquelle war vor allem nichtpasteurisierte Ziegen- oder Schafsmilch. Ein Patient infizierte sich durch den Genuss roher Leber, ein anderer durch direkten Kontakt mit infizierten Schafen. Die Patienten klagten vor allem über grippeähnliche Symptome wie Fieber, Müdigkeit, Schüttelfrost, Nachtschweiß, -, Gelenk- und Muskelschmerzen, ohne dass es zunächst eine dafür gab.

Fast alle Patienten der Studie hatten sich mit Brucella melitensis infiziert, eine Spezies, die plötzlich beginnende grippeähnliche Symptome wie Fieber, Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Nachtschweiß hervorruft. Charakteristisch ist undulierendes Fieber, also ein über 7 bis 21 Tage, in dem zwei- bis fünftägige fieberfreie Intervalle auftreten.

Bei Patienten mit chronischer Brucellose nisten sich die vor allem in Knochen, Leber und Milz ein. Die häufigsten Komplikationen treten in Gelenken auf. Jeder dritte Patient der Münchener Studie war davon betroffen, fast genauso viele hatten Lungenkomplikationen, etwa Bronchopneumonien.

Wird die nicht erkannt und keine Behandlung mit Rifampicin und Doxycyclin – oder bei Unverträglichkeit mit Cotrimoxazol – über sechs bis zwölf vorgenommen, kann es zu einem chronischen Verlauf der Brucellose kommen, wie das Robert Koch-Institut mitteilt.

Wer sich in Endemie-Gebieten wie in der Türkei, aber auch in Südfrankreich, Portugal, Spanien, Italien oder Griechenland aufhält, sollte dort am besten auf den Verzehr von Rohmilch und daraus hergestellten Produkten wie Schafs- und Ziegenkäse verzichten, empfiehlt das Robert Koch-Institut in Berlin.

Weitere zu Brucellose wie das Merkblatt für Ärzte gibt es beim Robert Koch-Institut unter
http://www.rki.de

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