Freitag, September 18, 2020
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Die Beine im Blick haben

Thrombosegefahr in der Schwangerschaft besonders hoch

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In der Schwangerschaft wird viel mehr Blut in den Gefäßen transportiert, zusätzlich werden die Gefäßwände durch den Progesteron Einfluss dehnbarer. Das führt dazu, dass die Beine im Laufe des Tages fast „automatisch“ schwerer werden.

Doch nicht nur deshalb musst Du als Schwangere besonders auf die Beine achten. Als Schwangere hast Du ein bis zu fünffach höhtes Thrombose-Risiko gegenüber Frauen im gleichen Alter, die kein Kind erwarten.

Sobald Symptome auftreten, die auf eine Thrombose hindeuten könnten, musst Du unbedingt zum Arzt.

Was passiert bei einer Thrombose?

Bei einer Thrombose bildet sich in einem Blutgefäß, zum Beispiel in einer tiefen Beinvene, ein Blutgerinnsel, das dann den Blutstrom behindert. Lösen sich Teile dieses Blutgerinnsels (Thrombus), können sie unter Umständen über das Herz in die Lunge gelangen und dort die Lungenarterie blockieren – es droht eine gefährliche Lungenembolie. Bei einer Lungenembolie kann die Sauerstoffversorgung der Lunge total zum Erliegen kommen, das betroffene Gewebe wird geschädigt oder kann sogar absterben.

Symptome

Folgende Symptome können auf eine Thrombose hinweisen:

wenn

  • ein Bein schmerzhaft anschwillt und sich bläulich-violett verfärbt,
  • eine Beinvene extrem druckempfindlich ist,
  • Oberflächenvenen stark mit Blut gefüllt sind oder
  • wenn die Haut im Bereich der Venen erwärmt ist

Bemerkst Du solche Symptome, dann solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. In der Regel nehmen die Beschwerden im Liegen ab, dennoch ist der Weg zum Arzt ein Muss in diesem Fall.

Was kann ich tun?

Um Thrombosen zu vermeiden, kannst Du selbst einiges tun:

  • Du solltest Dich viel bewegen. Es gilt Stehen und Sitzen ist schlecht, besser ist Laufen oder Liegen.
  • Laufe so oft wie möglich barfuss.
  • Zwischendurch immer mal wieder: Beine bzw. Füße hochlegen und ausruhen.
  • Lift links liegen lassen, besser Treppe nutzen.
  • Behalte Dein Gewicht im Blick.
  • Achte auf eine vollwertige ausgewogene Ernährung.
  • Ausreichend, das heißt mind. 2 l am Tag trinken. Am besten Mineralwasser ohne Kohlensäure, Kräutertees und Säfte.
  • Achte auf bequeme und geeignete Schuhe. Schuhe mit hohem Absatz sind schädlich für Beine und Venen, besser sind Schuhe mit flachem Absatz.
  • Sport tut gut. Geeignete Sportarten, gerade auch in der Schwangerschaft, sind Wandern, Schwimmen und Radfahren.
  • Öfter mal eine kalte Dusche für Beine bzw. Füße, dabei immer von unten nach oben abduschen.
  • Kompressionsstrümpfe können ebenfalls sinnvoll sein. In der Regel bringen sie schnell Linderung. Der Strumpf umschließt das Bein und presst die überdehnten Venenwände wieder zusammen. Dadurch können die Venenklappen wieder vollständig schließen und den Rückfluss venösen Blutes in die Beine verhindern. Kompressionsstrümpfe sind mittlerweile komfortabel, atmungsaktiv und auch in modernen Farben erhältlich. Kompressionsstrümpfe bekommst Du in der Apotheke oder im Sanitätshaus.

Mit Fragen kannst Du Dich an Deinen Frauenarzt, aber auch an Deine Hebamme wenden.

Autor: jb

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