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Norwegen, dem Land der Trolle, werden auch etliche Fjorde nachgesagt, ordentliche Wasserfälle soll es dort auch geben und die Städte mit den farbigen Holzhäusern wurden einst von Wikingern erbaut. Nicht nur der Tourist ist von der umwerfenden Natur Norwegens fasziniert. Die Menschen, die dort im Einklang mit ihr leben, tragen offene Herzen und sind brillante Gesprächspartner.

Fakten über Norwegen

Die Staatsform ist eine konstitutionelle Monarchie mit deutlichen parlamentarischen Zügen. In der Fläche eines der größten Länder Europas ist Norwegen mit nur 5.300.000 Einwohnern (Stand 2018) ziemlich dünn besiedelt. Im Durchschnitt ergeben sich nur 13 Einwohner pro Quadratkilometer, in Deutschland sind es zum Beispiel 226.

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Der überwiegend größte Teil der Norweger lebt in den südlichen Landesteilen, allem voran im Ballungsraum um die Hauptstadt Oslo. Weitere wichtige Großstädte sind Stavanger und Bergen an der südwestlichen Küste und die doch schon deutlich weiter nördlich gelegene wunderschöne Universitätsstadt Trondheim.

Bergen

Über 70 Prozent der Bevölkerung leben in den größeren Städten, während weite Bereiche des eher kargen Hochlandes, die sogenannten Fjells, absolut menschenleer sind. Die höchste Erhebung ist mit knapp 2.470 Meter der Galdhøpiggen, der zum Gebirgszug Jotunheimen in etwa mittig zwischen Bergen und Trondheim gelegen gehört.

Trondheim
Norwegen für die Familie – Ein Besuch in der norwegischen Botschaft 2019

Norwegen, seine Geografie und Geologie

Das relativ schmale Land erstreckt sich in einer Orientierung von Südwest nach Nordost über mehr als 2.000 Kilometer Länge. An seiner breitesten Stelle misst es ungefähr 400 Kilometer, an seiner schmalsten südlich der Lofoten kaum 50 Kilometer. Der südlichste Punkt südwestlich von Kristiansand liegt auf einer Breite von circa 58 Grad, das berühmte Nordkap und beliebte Reiseziel befindet sich auf 71,17 Grad nördlicher Breite.

Norwegen Alesund Sonnenuntergang Berge Insel
Norwegen Alesund Sonnenuntergang Berge Insel

Bewegt man sich entlang dieses Breitengrades nach Westen, gelangt man beispielsweise ins Eismeer der Baffin Bay westlich von Grönland. Und segelt man vom Nordkap aus ungefähr 600 Kilometer Richtung Nord-Nordwest, trifft man auf die Südspitze von Spitzbergen, einer großen, rohstoffreichen Inselgruppe, die ebenfalls zu Norwegen gehört. Jedoch wohnen dort mehr Eisbären als Norweger und Erstere haben sehr oft sehr schlechte Laune.

Tiere in Norwegen

Auf Spitzbergen leben ungefähr 3.000 Eisbären in freier Wildbahn. Der Archipel wird von Kreuzfahrtschiffen sowie von Schiffen der Hurtigruten regelmäßig angesteuert. Nicht selten kriegen die Fahrgäste diese Raubtiere in ihrem natürlichen Lebensraum direkt vor die Kamera.

Eisbär Bär Atem Luftblasen Untergetaucht Wasser
Eisbär Bär Atem Luftblasen Untergetaucht Wasser

Ereignisreiche geologische Vergangenheit

Der „Spirit des Nordens“ ist gewiss ein Ergebnis der geologischen Entwicklung. Die kaledonische Orogenese, also die Gebirgsbildung der skandinavischen Halbinsel, hatte im Silur vor ungefähr 430 Millionen Jahren ihren Höhepunkt. Das war lange vor der Öffnung des Atlantik und an die Alpen war überhaupt noch nicht zu denken.

Im wahrsten Sinne abgerundet wurde die Landschaft durch die Schleifleistung der Gletscher während der Eiszeiten, die vor allem für die mannigfaltigen Fjorde, die sich Hunderte von Kilometern ins Land einschneiden, und die unendlich weite Seenlandschaft Skandinaviens verantwortlich sind.

Das Gebirge, einst so hoch wie der Himalaja, hatte genug Zeit, sämtliche Sedimente der Erosion anheimfallen zu lassen, sodass der Wanderer heute in Norwegen wie in Schweden und Finnland seinen Fuß vor allem auf uralte Granite und Gneise, jene wunderschönen, mit Schlieren versehenen Metamorphite, aufsetzt.

Die letzte „Weichsel“-Kaltzeit, im Alpenraum wird sie als „Würm“ bezeichnet, endete erst vor geologisch sehr kurzer Zeit, nämlich ungefähr vor 12.000 Jahren. Damals hatte ganz Skandinavien ein Outfit wie das heutige Grönland, wurde also von einem mehrere Tausend Meter hohen Eispanzer erdrückt. Nachdem diese extreme Auflast nun endlich hinfort ist, werden in Skandinavien noch heute Hebungsraten von bis zu einem Zentimeter pro Jahr gemessen, eine Reaktion des für Druckausgleich bemühten Erdmantels.

Norwegen – Land der Fjorde

Insofern nimmt es nicht wunder, dass der Untergrund Norwegens vornehmlich aus altem, hartem, dichtem Gestein der Erdzeitalter Silur, Kambrium und Eozoikum besteht. Der größte eiszeitlich entstandene Binnen- beziehungsweise Fjordsee ist der Mjøsa. Mit einer Fläche von circa 365 km² ist er nur unwesentlich kleiner als unser Bodensee. Wie der Oslofjord ist allerdings auch dieser See Teil eines tektonischen Grabenbruchs, seine Entstehung genau an dieser Stelle war sozusagen vorprogrammiert.

Küste mit Fjordlandschaft

Dass das feste, anstehende Grundgebirge nicht so schnell weiter erodieren kann, wie beispielsweise ein Kreide- oder Sandsteinfelsen, hat zur Folge, dass sich auf der Oberfläche viele Stromschnellen und erstaunlich hohe Wasserfälle gebildet haben.

Norwegen – Wasser, Seen, Meere und sogar Wasserfälle:

Europas tiefster Süßwassersee (514 m) befindet sich im Westen von Norwegen. Die Fläche des Hornindalsvatnet umfasst circa 50 km². Da sich seine Oberfläche 53 m ü.N.N. befindet, liegt sein tiefster Punkt immerhin 461 m unter dem Meeresspiegel. Da hier keine Gletscherflüsse mit trüber Fracht einmünden, ist sein Wasser besonders klar und sauber.

Europas höchster Wasserfall heißt Mardalsfossen. Er befindet sich in der westnorwegischen Region Vestlandet. Dort stürzt das Wasser über mehrere Stufen kaskadenartig aus 655 m Höhe in die Tiefe. Allein die imposante obere Fallstufe beträgt schon knapp 300 m.

Mardalsfossen, waterfall in Romsdal, Norway.
From wikipedia Fotocredit: Rünno

Norwegen besitzt eine extrem lange Küste

Dass die vielen Fjorde die Atlantikküste deutlich verlängern, ist gewiss jedem klar. Doch die Dimensionen, die sich daraus ergeben, sind gewaltig. Gäbe es an der norwegischen Küste keine Fjorde, wäre diese immerhin 2.650 km lang. Da wir aber über die Existenz der Fjorde Bescheid wissen, müssen wir nunmehr eine Küstenlänge von gut 25.000 km hinnehmen.

Als echte Realisten wissen wir, dass Norwegen sehr viele Inseln sein Eigen nennen darf, es sind in der Tat 150.000 an der Zahl. Addieren wir deren Küstenlängen dazu, ist Norwegen stolzer Besitzer von 80.000 km Küstenlinie, das ist so viel, als würde man zweimal um den Äquator segeln. Die wohl bekanntesten und wildesten Inselgruppen sind gewiss die Lofoten und Vesterålen, die sich bereits nördlich des Polarkreises befinden.

Interessante Fakten zum Polarkreis:

Der Polarkreis ist dadurch gekennzeichnet, dass dort am längsten Tag des Jahres am 21. Juni die Sonne nicht untergeht, sondern von Norden her über die abgeplattete Polkappe hinüber ragt. Umgekehrt gilt, dass am kürzesten Tag des Jahres, am 21. Dezember, die Sonne nicht einmal um 12 Uhr mittags auftaucht, sondern den ganzen Tag unterhalb der Horizontlinie verharrt.

In unserem zweiten Teil über Norwegen erfährst Du, was Familien mit Kindern in diesem schönen Land alles gemeinsam erleben können.

Dieser Artikel ist mit Unterstützung eines erfahrenen Geophysikers entstanden, der sich unter anderem auch mit der Geologie Skandinaviens beschäftigt hat.”

Wunderschöne Bilder aus Norwegen

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