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Zwischen dem fünften und siebten Monat reicht Muttermilch oder Fertigmilch allein nicht mehr aus, um das schnell wachsende Baby mit allen Nährstoffen zu versorgen. Die Zeit für Beikost ist gekommen. Darunter wird alles verstanden, was zusätzlich zur Milch gefüttert wird.Es ist von der Natur gut eingerichtet: Erst wenn der Bedarf des Babys steigt, ist es in der Lage, mehr und festere Nahrung aufzunehmen und zu verdauen. Brei vom Löffel zu lutschen, ihn mit der Zunge nach hinten zu schieben und hinunterzuschlucken ist ein komplizierter Vorgang. Frühestens im fünften Monat ist das Baby dazu in der Lage. Das Baby braucht keine großen Mengen. Als Faustregel gilt: 90 – 100 kcal pro kg Körpergewicht.

Für die Ernährung der Säuglinge ab dem sechsten Monat hat sich in Deutschland ein Ernährungsplan mit drei verschiedenen Breimahlzeiten etabliert. Diese ersetzen nach und nach einzelne Milchmahlzeiten. Neben den Breimahlzeiten bleibt Milch im gesamten ersten Lebensjahr ein wichtiges Nahrungsmittel.

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1. Brei: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei wird als erste Breimahlzeit empfohlen. Er liefert durch seinen Fleischanteil natives, gut verträgliches Eisen. Es empfiehlt sich, das Baby stufenweise an den Brei heranzuführen: Zunächst sollte reines Karottenmus angeboten werden. Wenn dieses Gemüse gut vertragen wird und die ersten Schwierigkeiten mit der Löffelfütterung überwunden sind, kann als nächstes ein Karotten-Kartoffel-Brei und schließlich der komplette Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei angeboten werden. Dieser Brei wird üblicherweise als Mittagsmahlzeit gegeben.

Etwa ab dem 8. Monat, wenn die Menge des Baby-Menüs nicht mehr ausreicht und das Kind auch weniger fein pürierte Kost verträgt, können Junior-Menüs (ca. 220 g pro Mahlzeit) angeboten werden. Die richtige Auswahl der Menüs aus dem großen, unübersichtlichen Angebot ist schwierig. Aufmerksames Lesen der Zutatenliste und der Nährstoffgehalte auf der Banderole des Gläschens und die Beachtung der folgenden Hinweise erleichtern die Wahl.

Die Zusammensetzung des industriell hergestellten Menüs soll ähnlich wie beim selbstzubereiteten Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei sein. Der Brei braucht nicht mehr als vier verschiedene Zutaten zu enthalten. Aus jeder der folgenden vier Gruppen sollte ein Lebensmittel enthalten sein:

Gemüse (z.B. Karotten, Blumenkohl, Kohlrabi, Fenchel, Brokkoli, Spinat,Pastinake);

Kartoffeln, Nudeln oder Reis (Kartoffeln sind nährstoffreicher als Nudeln und Reis);

Fleisch (pro Mahlzeit mindestens 20g bei Baby-Menüs und mindestens 30 gbei Junior-Menüs);

Fett (pro Mahlzeit ca. 10 g Pflanzenöl, z. B. Sojaöl oder Butter).

Oft sind die Anfangssorten auf den Etiketten besonders gekennzeichnet. Ihr erkennt sie an dem großen “A” (Symbol für Anfangskost).

Je einfacher die Rezeptur des Menüs, desto besser: Das Baby ist noch kein Feinschmecker. Das Menü sollte keinen Zucker und kein Salz enthalten. Auf keinen Fall darf zugesalzen werden. Der Brei soll dem Baby und nicht den Eltern schmecken.

2. Brei: Milch-Getreide-Brei

Der Milch-Getreide-Brei wird als zweite Breimahlzeit empfohlen und als Abendmahlzeit angeboten. Er spielt eine wichtige Rolle als Calciumlieferant. Wird diesem Brei noch Obst oder Obstsaft zugesetzt, trägt er weiterhin zur Vitamin C-Versorgung bei. Wenn Ihr Fertigmilchbreie verwenden wollt, solltet Ihr darauf achten, daß diese einen Zusatz von Jod zur Kropfvorbeugung enthalten. Achtet bitte weiterhin darauf, daß die ersten Getreidebreie aus glutenfreien Getreide hergestellt werden. Gluten, ein Kleberprotein in Weizen; Roggen, Hafer und Gerste, kann bei dafür empfindlichen Kindern Zöliakie auslösen. Diese Krankheit tritt umso schneller und massiver auf, je früher der Säugling mit Gluten konfrontiert wird. Als Getreidegrundlagen empfehlen sich daher Reis, Mais und Hirse.

Kinder unter einem Jahr sollten niemals Honig bekommen. Dieser enthält Botulinussporen (die zur Lebensmittelvergiftung führen können); das Verdauungssystem der Babys ist noch nicht ausreichend entwickelt, um diese abtöten zu können.

3. Brei: Getreide-Obst-Brei

Als dritter Brei ersetzt ein milchfreier Getreide-Obst-Brei eine weitere Milchmahlzeit. Wollt Ihr diesen Brei selbst zubereiten, solltet Ihr nur Getreide, Wasser, Obst und Butter verwenden. Damit ist dieser Brei kohlenhydratreich und liefert viele Ballaststoffe. Dieser Brei wird meist nachmittags gefüttert.

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