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Start Schwangerschaft „Ich bin schwanger und mein Urin riecht komisch. Ist das normal?“

„Ich bin schwanger und mein Urin riecht komisch. Ist das normal?“

Farb- und Geruchsänderungen des Urins während der Schwangerschaft

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In vielen Internetforen, in denen die Schwangerschaft ein Thema ist, stößt man auf diese oder ähnlich formulierte Fragestellungen. Schwangere Frauen beobachten die Veränderungen ihres Körpers oftmals sehr argwöhnisch. Deshalb entgeht es ihnen nicht, wenn sich die Färbung ihres Urins plötzlich ändert, was zuweilen mit einem ziemlich üblen Geruch verbunden sein kann. In diesen Momenten keimt natürlich sofort die Besorgnis auf, dass die Veränderung des Urins negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft haben könnte.

Wir wissen, dass der Körper beziehungsweise der Stoffwechsel einer schwangeren Frau auf „Hochtouren“ läuft, da das im Bauch wachsende Leben zunehmend versorgt werden muss. Überall dort, wo eine Ernährung stattfindet, müssen aber auch Abfälle „entsorgt“ werden und die Blase beziehungsweise der Urin sind geradezu prädestiniert für diesen Job. Insofern sollte uns eine Veränderung des Uringeruchs erst mal nicht zu sehr aufregen.

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Allerdings kann die Ursache auch eine ganz andere sein, zum Beispiel eine Harnwegsinfektion, die mit der Schwangerschaft gar nichts zu tun hat. Diese kündigt sich in aller Regel mit einem ziemlich unangenehmen Brennen beim Wasserlassen an. Übel riechender Urin kann infolge bestimmter Nahrungsmittel auftreten, viele kennen dies zum Beispiel nach dem Verzehr von Spargel. Flüssigkeitsmangel führt zu einer „Eindickung“ des Urins, also zur Aufkonzentration der Harnstoffe, was unsere Nase ebenfalls wahrnimmt.

Besondere Färbung und Geruch des Urins in der Schwangerschaft

Der erwachsene Mensch scheidet jeden Tag bis zu zwei Liter Urin beziehungsweise Harn aus und wird auf diese Weise verschiedene Abbauprodukte des Stoffwechsels los. Die „Miktion“ (Harnlassen) ist eng mit dem Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt verbandelt. Wer unseren Urin genau analysiert, erfährt sehr viel über unseren Gesundheitszustand und auch darüber, ob Du schwanger bist.

Normalerweise ist Urin klar, manchmal fast farblos, meistens aber eher hellgelb. Frischer Urin hat kaum einen Eigengeruch, allerdings entsteht recht schnell durch bakterielle Zersetzung ein stechender Geruch nach Ammoniak, was für unsaubere Herren-Toiletten so typisch ist. Unser Morgenurin ist in der Regel etwas dunkler, weil wir nachts kaum etwas getrunken haben.

Falls Dein Urin über längere Zeit einen ungewöhnlichen Geruch aufweist, der nicht direkt auf bestimmte Lebensmittel (Medikamente) zurückgeführt werden kann, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Harnfarbe geändert hat, was zum Beispiel auf Blutbeimengungen zurückzuführen ist oder Schmerzen beim Harnlassen zu verspüren sind.

Wenn Du schwanger bist, ist ein ungewöhnlicher Uringeruch auf jeden Fall ein Fingerzeig, zum Arzt zu gehen, denn bereits eine kleinere Harnwegsinfektion kann Komplikationen zur Folge haben. Da der Urinfluss während der Schwangerschaft etwas verzögert stattfindet, werden auch Keime langsamer beziehungsweise weniger effizient ausgespült. Schnell könnte daraus eine Nierenbeckenentzündung erwachsen, was eine Frühgeburt auslösen würde.

Ursachen für Farb- und Geruchsänderungen des Urins während der Schwangerschaft

Oben haben wir ein paar Gründe dargelegt, warum sich der Harngeruch einer schwangeren Frau tatsächlich ändern kann. Manchmal geht es aber auch nur um eine veränderte Wahrnehmung, denn durch die Schwangerschaft wird der Geruchs- und Geschmackssinn ziemlich durcheinandergebracht. Das kann sogar so weit gehen, dass einige schwangere Frauen ihren Ehemann oder Partner nicht mehr riechen mögen.

Schwanger und ich kann meinen eigenen Partner nicht mehr riechen

Der Uringeruch als Hinweis auf einen Flüssigkeitsmangel

Bei Flüssigkeitsmangel, oftmals ausgelöst durch Übelkeit während der frühen Schwangerschaft, nimmt der Urin eine recht dunkelgelbe Färbung an, wobei die relativ hohe Harnstoffkonzentration auch zu riechen ist. Wenn trotz ausreichender Flüssigkeitsaufnahme von mindestens zwei Litern pro Tag der Urin noch längere Zeit dunkel bleibt, solltest Du Deinen Arzt dazu befragen. Falls Du an warmen Tagen viel schwitzt, vielleicht betätigst Du Dich sportlich, brauchst Du deutlich mehr als zwei Liter Flüssigkeit am Tag.

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel beeinflussen die Färbung des Urins

Gerade Nahrungsergänzungsmittel, die Vitamin B2 (Riboflavin) enthalten, nehmen Einfluss auf die Färbung (neon-gelb) und den Geruch des Urins. Mit Überdosierung hat das in der Regel nichts zu tun, allein, Riboflavin ist ein natürlicher Farbstoff, der über die Nieren ausgeschieden wird. Typischerweise färbt sich in diesem Fall auch das Toilettenpapier deutlich gelb.

Was hat es mit dem Nierenstau auf sich?

Während der Schwangerschaft steigt die Menge an Körperwasser um circa 40 Prozent an. Das bedeutet viel Arbeit für die Nieren. Die Körperflüssigkeit wird in den Nierenrinden gefiltert und mündet danach in den Nierenkelch, von dem aus sie über das Nierenbecken und die ableitenden Harnwege in die Harnblase gelangt. Unter hormonellem Einfluss weiten sich ungefähr ab der zehnten SSW die Nierenkelche, damit die größere Flüssigkeitsmenge bewältigt werden kann.

Dies gelingt aber nicht immer in ausreichendem Maße. Hinzu kommt noch, dass die Peristaltik der Harnwege träger wird. In der Folge fließt der Harn zu langsam von der Niere in die Blase, was als (leichter) Nierenstau bezeichnet wird. Dies betrifft bis zu 90 Prozent der schwangeren Frauen und kann fast als normale, unbedenkliche, beschwerdefreie Form des Nierenstaus angesehen werden, die aber zu einem unangenehmen Uringeruch führen kann.

Harnwegsinfektionen als Ursache für den üblen Geruch des Urins

Durch den verlangsamten Abfluss wird die reinigende Spülwirkung des Urins eingeschränkt, was zugleich die Entstehung von Infektionen (besonders der Harnröhre) begünstigt. Hinzu kommt noch eine erhöhte „glomeruläre Filtrationsrate“ der Nieren während der Schwangerschaft, die mehr Blutzucker (Glukose) im Urin bewirkt, was wiederum ein guter Nährboden für Bakterien ist.

Kommt noch farbenfroher, riechender Ausfluss mit hinzu, könnte eine vaginale Infektion durch Bakterien oder Pilze vorliegen. Um ein weiteres, gefährliches Aufsteigen der Keime bis in die Nieren rechtzeitig zu unterbinden, solltest Du in solchen Fällen dringend einen Arzt aufsuchen.

Dunkelgelber Urin kann aber auch, völlig unabhängig von der Schwangerschaft, eine Leber- und Stoffwechselerkrankung anzeigen. Dabei könnte es sich zum Beispiel um Porphyrie, um Gelbsucht oder um eine Störung im Bilirubin-Stoffwechsel handeln.

Deine eigenen Erfahrungen kannst Du gern in unserem Forum Schwangerschaft teilen.

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