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Der Tag der Familie wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen und macht auf die besonderen Herausforderungen von Eltern und Kindern aufmerksam. Dazu gehört auch der Umgang mit Internet und Smartphone: Wie können Eltern ihre Kinder vor Gefahren im Netz schützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass der Nachwuchs von den Vorteilen des Internets profitiert?

Zum Tag der Familie stellen die IT-Security-Experten von BullGuard Hinweise für Eltern zusammengestellt, wie sie ihre Kinder auf dem Weg im Internet begleiten können.

Einerseits wollen Eltern ihr Kind darin bestärken, eigene Erfahrungen zu machen und sich selbstständig im eigenen sozialen Umfeld zu bewegen. Andererseits wissen sie, dass ihre Kinder genau aufgrund dieser Freiheit Opfer von Missbrauch und Mobbing werden können. Es ist ein schwieriger Balanceakt zwischen Beschützerinstinkt und Vertrauen in den Nachwuchs, der sich über viele Jahre hinzieht und sich immer wieder verlagert. Die IT-Security-Experten von BullGuard haben zum Tag der Familie Hinweise für Eltern zusammengestellt, wie sie ihre Kinder auf dem Weg im Internet begleiten können.

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Der Internationale Tag der Familie ist ein offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen. Er findet jährlich am 15. Mai statt.

Welche Gefahren können im Internet auftreten?

Cybermobbing

Jeder zehnte deutsche Jugendliche wurde schon einmal über Soziale Medien oder Messenger-Dienste gemobbt, so eine Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing. Kinder müssen wissen, dass es nicht in Ordnung ist, wenn sie Beleidigungen oder Beschimpfungen im Netz erhalten oder sie selbst verbreiten. Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, wie sie bei Cybermobbing reagieren können: Sie sollten nicht auf Nachrichten reagieren, aber die Administratoren der Websites benachrichtigen und ihre Privatsphäre-Einstellungen entsprechend aktualisieren.

Der gefährliche Fremde

Im Internet fällt es Menschen mit bösen Absichten leicht, sich als jemand auszugeben, der sie nicht sind. Erklären Sie Ihren Kindern dieses Phänomen und machen Sie ihnen klar, dass sie nicht auf die Kontaktaufnahme durch Fremde reagieren oder sich gar mit ihnen im wirklichen Leben treffen sollen.

Unangemessene Inhalte

Viele Websites sind aus verschiedenen Gründen nicht für Kinder geeignet – aufgrund von pornografischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten. Oder schlicht, weil Kindern die Erfahrung fehlt, um die Inhalte richtig einzuschätzen oder einzuordnen. Trotzdem ist es für sie ein leichtes, diese Seiten zu finden oder sie auch nur aus Versehen zu besuchen. Sicherheitssoftware hilft dabei, eine Kindersicherung einzurichten und unangemessene Website zu blockieren.

Sexting

Mit der Verbreitung von Smartphones nahm auch das Sexting zu – pornografische Bilder und Videos oder anzügliche Texte werden als persönliche Nachricht verschickt. Erklären Sie Ihren Kindern, dass das Erstellen und Verbreiten solcher Nachrichten falsch ist. Suchen Sie den Kontakt, um mit ihnen über das Gesehene zu sprechen.

Malware

Über infizierte Websites, Links oder Anhänge von E-Mails kann sich schädliche Software besonders schnell verbreiten. Sie führt zu Datenverlust, greift persönliche Informationen ab oder kann den Computer beschädigen. Vermitteln Sie Ihren Kindern, wie Malware funktioniert und welche Folgen eine Infektion haben kann.

Sechs goldene Regeln für mehr Sicherheit im Netz

  • Offline gelten die gleichen Regeln wie online.
  • Cybermobbing und beleidigende Nachrichten sind nicht ok.
  • Für jeden Account wird ein starkes Passwort genutzt.
  • Vorsicht vor Fremden, sowohl online als auch offline.
  • Virenschutz und Firewall sind immer im Einsatz.
  • Links oder Anhänge werden nicht angeklickt oder geöffnet, wenn der Absender unbekannt ist.

Tipps und Hinweise für Eltern

Mit den folgenden Tipps können Eltern ihre Kinder auf deren Weg im Netz begleiten, schützen, aber auch ermutigen:

  • Für das Leben im Netz gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen und Regeln wie in der Realität. Kinder sollten online nichts tun, was sie im wirklichen Leben nicht machen würden.
  • Seien Sie ein Vorbild: Ihre Kinder werden sich abschauen, wie Sie mit dem Smartphone und Computer umgehen.
  • Erklären Sie Ihrem Nachwuchs, dass sie nicht geschützt sind, nur weil sie online sind und nicht gesehen werden können.
  • Das Internet vergisst nichts: Alles, was im Netz passiert, hinterlässt einen digitalen Fußabdruck und kann nicht gelöscht werden, egal ob Nachrichten, Fotos oder Videos.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Nachwuchs über die Wichtigkeit, nicht mit Fremden zu chatten oder Informationen oder Fotos an Personen zu senden, die sie nicht kennen.
  • Nicht jeder ist in der Realität der, für den er sich online ausgibt.
  • Beachten Sie die Altersgrenzen für Websites. So gilt zum Beispiel für Facebook, dass Kinder unter 13 Jahren dort nicht aktiv sein sollten. Diese Grenzen bestehen nicht ohne Grund.
  • Informieren Sie Ihren Nachwuchs über Malware und erklären Sie, wie sie verbreitet werden kann, zum Beispiel durch Klicken auf unbekannte Links oder Herunterladen unbekannter Inhalte.
  • Erklären Sie, wie wichtig es ist, in sozialen Netzwerken keine Freundschaftsanfragen von Fremden zu akzeptieren. Es ist auch nicht in Ordnung, sich mit Menschen in der realen Welt zu treffen, die sie nur online kennen.
  • Informieren Sie sich über die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen der Plattformen, die Ihre Kinder nutzen. Zeigen Sie ihnen, wie man sie benutzt und nehmen Sie mit ihnen gemeinsam die richtigen Einstellungen vor.
  • Fragen Sie Ihre Kinder, ob sie jemals Mobbing erfahren oder beleidigende Nachrichten erhalten haben. Fragen Sie sie nach ihren Freunden und bringen Sie in Erfahrung, ob diese ähnliche Meldungen bekommen haben.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Nachwuchs über das Veröffentlichen von Bildern. Vermitteln Sie ein Verständnis dafür, was mit persönlichen Inhalten im Netz passieren kann.
  • Zeigen Sie Interesse an den Online-Aktivitäten Ihrer Kinder, um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie sie das Internet nutzen. Aber seien Sie dabei nicht zu neugierig.

Bild: Smartphones und Tablets sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken (Quelle: BullGuard)

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