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Der tag, der alle Mütter und zugleich die schaft ehrt, wurde im Jahre 1914 in den Vereinigten Staaten von Amerika „erfunden“ und etablierte sich schnell und fest vor allem in der westlichen Welt. In den meisten Regionen hat es sich durchgesetzt, den zweiten Sonntag im Wonnemonat Mai als tag zu feiern, das heißt, wir alle wollen unseren Müttern unseren tief empfundenen Dank aussprechen.

Gründe, uns bei unserer zu bedanken, gibt es mehr als viele. In diesem Artikel soll aber auch zu diesem schönen Thema die Wissenschaft zu Wort kommen mit einem Fokus darauf, wie stark die Mütter ihre Kinder beeinflussen und wie wichtig das für alle Menschen ist.

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Die Intelligenz erben wir von Mutti

Durch Studien konnte nachgewiesen werden, dass nicht so sehr beide Elternteile für die Intelligenzanlage eines Kindes zuständig sind, sondern allem voran die ihre Intelligenz an ihr Kind weiter vererbt. Die Psychologin Jennifer Delgado verweist dazu auf ihrem Blog „Psychology Spot“ auf die sogenannten konditionierten Gene, die sich, je nach dem, von wem diese vererbt werden, sehr unterschiedlich verhalten.

Einige von ihnen werden nämlich nur dann aktiv geschaltet, sofern sie von der übertragen wurden, allen voran die Intelligenz-Gene. Es gibt allerdings auch „trügerische“ Gene, die nur aktiv werden, falls sie vom stammen. Wollen doch mal sehen, was das dann für Eigenschaften sind.

Delgado erklärt weiter, dass die Gene für die Intelligenz mit dem („weiblichen“) X-Chromosom verbunden sind. Dabei bezieht sie sich auf den Psychologen Robert Lehrke. Er zeigte schon in den 1990er Jahren auf, dass der größte Teil der Intelligenz in den X-Chromosomen verankert ist. Da diese bei Frauen doppelt angelegt sind, ist die Wahrscheinlichkeit entsprechend höher, dass es die ist, die all jene Eigenschaften, die auf Intelligenz fußen, an ihr Kind vererbt.

In die gleiche Kerbe schlägt die „Social and Public Health Sciences Unit“ mit ihrer Langzeitanalyse am Glasgower „Medical Research Council“. Das Ergebnis dieser Studie kurz zusammengefasst lautet: Die Intelligenz eines Kindes ist direkt von jener seiner abhängig. Die Intelligenzquotienten der Teilnehmer im Alter von 14 bis 22 Jahren wichen durchschnittlich nur um 15 Punkte von den Werten ihrer Mütter ab.

Wissenschaftler von der „University of Minnesota“ haben gezeigt, dass jene Kinder, die eine sehr starke Bindung zu ihren Müttern haben, eher in der Lage sind, komplexe Aufgaben zu lösen und auch länger konzentriert an einer Sache dranbleiben.

Danken wir am tag für die wichtige Zeit

Wenn eine viel Zeit mit ihrem Kind verbringt, dies bezieht sich vor allem auf die Phase zwischen drei und sieben Jahren, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, dass dessen soziale und kognitive Fähigkeiten gestärkt werden. So jedenfalls lautet das Ergebnis einer Gemeinschaftsstudie des „University College London“ und der „University of Essex“, die Ende 2016 im „Economic Journal“ publiziert wurde. Die hierbei genauer betrachteten kognitiven Fähigkeiten waren:

Dabei profitierten besonders die erstgeborenen Kinder von der zeitlichen Zuwendung durch die . Einbezogen in diese Untersuchungen in Großbritannien wurden immerhin gut 8.000 Kinder mit deren Müttern. Mütter mit einem Universitätsabschluss übten diesbezüglich einen besonders positiven Einfluss auf ihr Kind aus, was ja auch nicht unbedingt abwegig ist.

Nichtakademische Mütter können aber durch ein entsprechend höheres zeitliches Engagement ebenfalls viel Gutes bewirken. Die Mütter mit einer qualitativ hochwertigeren Schulausbildung konnten ihre Kinder pädagogisch besser fördern, was sich besonders in einer guten Ausdrucksfähigkeit von Kindern zwischen drei und fünf Jahren zeigte.

Das spätere Liebesglück der Kinder als der Beziehungsfähigkeit ihrer Mütter

Im November 2018 wurde in der Fachzeitschrift „Plos One“, das ist eine internationale Online-Fachzeitschrift im der „Public Library of Science“, eine Studie veröffentlicht, die meint, einen funktionalen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Lebenspartner und dem diesbezüglichen Verhalten der erkannt zu haben.

Es sei die , die wesentliche Persönlichkeitsmerkmale an ihr Kind weitergibt, die darüber bestimmen, ob eine lang anhaltende, stabile Partnerbeziehung überhaupt möglich ist. Die Leiterin dieser Studie, Claire Kamp Dush, ist als Dozentin für Humanwissenschaften und Soziologie in Columbus an der „Ohio State University“ tätig.

Sie bestätigt, dass die bestimmte Verhaltensmuster direkt an ihre Kinder vermittelt, die diese verinnerlichen und unbewusst in ihr eigenes Handeln in Bezug auf das Führen von Beziehungen einfließen lassen. Die Art und Weise, Probleme zu lösen, oder die Fähigkeit, einem anderen Menschen zu , gehören zum Beispiel dazu.

Mütter und ihre Söhne

Die steuert die ihres Sohnes in ganz besonderem Maße. Roland Kopp-Wichmann ist Diplom-Psychologe an der Universität Heidelberg. Die Studie, die unter seiner Leitung entstanden ist, zeigt, dass Mütter mit ihren männlichen Kleinkindern häufiger und mehr schmusen als mit kleinen .

Mütter werden nach seiner Einschätzung durch kleine Knaben von einer Art Faszination überwältigt, weil sich die kleinen Jungen tatsächlich etwas anders verhalten als . Bald lernen die kleinen Jungen, dass sie, anders als bei ihrem , bei der ihre Verletzlichkeit offen zeigen dürfen. In der Folge hängen sie sehr viel stärker an ihrer .

„Es gibt keinen Ort der Welt, an dem man sicherer geborgen wäre als in den Armen der .“

Selma Lagerlöf

Die Wissenschaft sieht in der liebe einen praktischen Trick der , der es lediglich darum geht, dass sich irgendjemand für den Erhalt der Spezies aufopfert. Diese Sichtweise ist aber insofern etwas umstritten, weil nicht jede gleich viel liebe entwickeln kann. Tatsächlich ist liebe kein Instinkt, der durch eine bei jeder Frau einfach nur eingeschaltet wird, sondern sie ist das (wachsende) Ergebnis einer längeren durch komplexe Interaktionen zwischen und Kind.

Zum tag

Dass Dich Deine geboren und Dich viele Jahre lang so friedvoll wie liebevoll und völlig uneigennützig umsorgt hat, stand in dieser Zeit kurz vor dem tag wieder einmal überall und in allen edlen Variationen geschrieben. Dass Du ihr dankbar sein solltest, muss Dir niemand sagen, weil Du es weißt und weil Du es fühlst. Aber wie lässt sich Dank zeigen außer mit einem Parfüm hier oder ein paar Schnittblumen dort?

Ganz einfach – schenke ihr Deine Zeit, und zwar nicht nur zum tag. Das Kostbarste für Deine ist Deine Liebe und Liebe ergießt sich für Euch beide aus gemeinsam verbrachter Lebenszeit. Deshalb denke stets daran, wenn Du sie gerade anrufen willst, um die Verabredung mit ihr einem ach so wichtigen anderen (Geschäfts)Termin zu opfern: Eines Tages wird Deine nicht mehr da sein. Jeder Tag, an dem Du Deiner jetzt nicht begegnest, ist ein verlorener Tag für Dich.

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