Werbung 1

Die Deutsche Kinderhilfe begrüßt die Ankündigung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Sabine Bätzing, durch einen Mix an Aufklärung, Vorbeugung und gesetzlichen Maßnahmen den massiven Alkohol- und Tabakmissbrauch offensiver zu bekämpfen.

Die Folgen massiven Alkoholkonsums von immer jünger werdenden Kindern und Jugendlichen dürfen nicht länger als gesellschaftlicher Trend hingenommen werden. Im Jahr 2005 waren 3.400 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren zu verzeichnen, die mit einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden mussten. Es wird Zeit für konkrete Maßnahmen, da die bisherigen Instrumentarien des Jugendschutzes offenkundig nicht ausreichen.

Werbung 2

Zucker – süß, aber auch gefährlich?



Die Selbstverpflichtung
der Industrie funktioniert nicht, die gezielten, auf Jugendliche ausgerichteten Werbe- und Sponsoringstrategien sowie Internetangebote zeigen dies ganz deutlich. Daher ist der nun von der Drogenbeauftragten und auch von der EU-Kommission verfolgte Ansatz, zunächst partielle Werbeverbote einzuführen, ein wichtiger Baustein beim Kampf gegen Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen. Hier ist zu beobachten, ob nicht wie sich dies beim Nikotinmissbrauch bewährt hat, zu weitergehenden Werbeverboten gegriffen werden sollte.

Auch die Ankündigung, einen neuen Anlauf zur gesetzlichen Verankerung von jugendlichen Testkäufern vorzunehmen verdeutlicht, dass die Drogenbeauftragte gegen die eklatanten Lücken bei der Umsetzung des bestehenden Jugendschutzes vorgehen will. Testkäufer sind das geeignete und in der Praxis bewährte Mittel, um skrupellosen Geschäftemachern das Handwerk zu legen, die daran Geld verdienen, Kindern und Jugendlichen Alkohol zugänglich zu machen.

Damit kleine Prinzen und Prinzessinnen traumhaft schlafen – die richtige Kindermatratze



Auch bedarf es
im Zuge dieser Debatte um gesetzliche Klarstellungen gegenüber den Datenschutzbeauftragten. In Brandenburg etwa untersagte der Landesdatenschutzbeauftragte Kliniken, in denen Kinder mit Alkoholvergiftungen eingeliefert wurden, unter Bezugnahme auf den Datenschutz der Familien, diese Kindeswohlgefährdung den Jugendämtern zu melden. Entgegen der bisherigen Praxis müssen die Jugendämter und örtlichen Jugendhilfeträger in die Prävention eingebunden werden. Werden etwa 11jährige voll alkoholisiert nachts auf öffentlichen Plätzen aufgegriffen, muss das Jugendamt Maßnahmen ergreifen und mit der Familie Strategien entwickeln, dass sich dies nicht wiederholt.

Familie: Zeig mir deinen Aufkleber und ich sag Dir wer Du bist



Der Schutz Ungeborener
vor Alkoholkonsum der Mütter muss deutlich verbessert werden. Mehr als 4.000 schwer behinderte Kinder durch das sog. fetale Alkoholsyndrom sind ein untragbarer Zustand. Der Vorschlag, Piktogramme mit Schwangeren auf alkoholische Getränke zu platzieren ist ein sinnvoller Vorschlag, kann aber nur ein Baustein sein. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft muss gesellschaftlich geächtet sein, auch unter Einbeziehung des Ordnungswidrigkeiten- und Strafrechts, denn es handelt sich um eine gefährliche Körperverletzung.

Die Deutsche Kinderhilfe fordert die Bundesregierung, insbesondere die zuständigen Ministerien (Familie und Gesundheit) auf, die vorgeschlagenen Maßnahmen nachhaltig zu unterstützen und die konkreten gesetzlichen Schritte zeitnah noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen.

www.kinderhilfe.de

Weitere Infos und Bücher zum Thema bei unserem Partner:
Weitere Infos und alle Preise (Partner-Link)

Komm in unser großes Mütteforum mit 3 Millionen Beiträgen
Eltern und Mütter Forum

Werbung 3

Dir gefällt dieser Artikel? Ja! Du willst mehr Artikel von uns lesen? Ja! Du willst, dass wir in Adeba weitermachen? Ja! Dann unterstütze bitte unser Projekt mit einer Spende für die Kaffeetasse als Anerkennung für die vielen Autoren. :-).




Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!

Bitte das Kästchen mit einem Kreuz markieren um zu senden. Wir freuen uns über Ihr Feedback und Ihre Anregungen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Mit diesem Kommentarformular erheben wir personenbezogene Daten nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b, c und f DSGVO. Unter dem Grundsatz der Datensparsamkeit und Datenvermeidung erfragen wir an dieser Stelle lediglich Ihre E-Mail-Adresse als Pflichtangabe, um – ebenfalls per E-Mail – Ihre Anfrage zu bearbeiten und darauf antworten zu können. Die Datenverarbeitung zum Zwecke der Kontaktaufnahme mit uns erfolgt nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b, c und f DSGVO auf Grundlage Ihrer freiwillig übermittelten Daten. Ihre Daten werden gespeichert und öffentlich angezeigt. Eine Speicherung oder Weitergabe der Daten zu anderen Zwecken erfolgt selbstverständlich nicht. Unsere Datenschutzerklärung ist für Sie unter Datenschutzerklärung abrufbar. Um Ihre Daten zu schützen, nutzen wir für die Übertragung das TLS Verschlüsselungsverfahren (SHA256 / 2048 bit) im Sinne des §9 BDSG. Somit gewährleisten wir, dass Ihre Daten bei der elektronischen Übertragung, während des Transports und der Speicherung nicht unbefugt gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können.

Please enter your name here