Donnerstag, Dezember 2, 2021
StartFamilieGlaubeIch geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir

Am 11. November ist Martinstag- Wir basteln eine Laterne und ernen das Lied.

Im Laufe eines Jahres begehen wir so manches Fest, aber oft wissen wir wenig bis gar nichts über den eigentlichen Hintergrund bzw. Ursprung des jeweiligen Festes. Am 11. November ist Martinstag oder ganz korrekt Sankt Martin. Bei Martinstag fällt Dir vielleicht die leckere Martinsgans ein, aber der Tag ist weit mehr. Damit Du „mitreden“ kannst, gibt adeba.de Dir einige kurze Informationen rund um den Martinstag

Geschichte von Sankt Martin

Am 11. November wird an den Heiligen Martin von Tours erinnert, zum Beispiel mit den traditionellen Martinsumzügen. Martin von Tours wurde Anfang des vierten Jahrhunderts in Ungarn geboren, genauer in Sabaria, was damals zum römischen Reich gehörte. Als römischer Legionär nahm er dann den christlichen Glauben an und lebte später als Mönch, bevor er dann Bischof von Tours wurde.

Warum er bis heute unvergessen ist, liegt an folgender Begebenheit:

In einer sehr kalten Winternacht ritt der römische Soldat Martin mit seinem Pferd durch die tief verschneite Landschaft. Plötzlich sah er einen vor Kälte zitternden Bettler. Der saß ohne warme Kleidung im Schnee und fror. Auch der Bettler sah Martin und bat um Hilfe. Voller Mitleid teilte Martin mit dem Schwert seinen wärmenden Mantel und überließ die Hälfte dem frierenden Bettler. Damit rettet Martin dem Bettler das Leben. Doch noch ehe der Bettler sich bedanken konnte, ritt Martin mit der anderen Hälfte vom Mantel davon.

Auch die berühmte Martinsgans geht auf die Geschichte von Sankt Martin zurück. Denn Martin wurde später, auch aufgrund seiner Beliebtheit, zum Bischof von Tours ernannt. Aus Bescheidenheit wollte er das Amt erst nicht annehmen und versteckte sich deshalb im Gänsestall. Die Gänse schnatterten aber so laut, dass Martin schließlich von den Bewohnern gefunden und doch Bischof wurde.

https://magazin.adeba.de/so-feiert-die-welt-weihnachten-weihnachtsbraeuche-in-anderen-laendern/

Bis heute steht Martin bzw. Sankt Martin also für Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft.

Typisch am Martinstag

Die sogenannten Martinsumzüge erfreuen sich großer Beliebtheit, besonders natürlich bei Kindern. Die ziehen nämlich mit meist selbstgebastelten Laternen durch die Nacht und das oft auch hinter einem hoch zu Ross reitenden Sankt Martin. Gern wird als Höhepunkt des Umzugs die Geschichte des Sankt Martin auch dargestellt und zum Abschluss gibt es ein großes Martinsfeuer.

Bekannt und immer noch gepflegt wird vielerorts die Tradition der Martinsgans. Die kommt am 11. November in vielen Familien auf den Tisch. Es besteht noch eine weitere Verbindung zwischen Martinstag und der Gans. Genau am 11. November lief nämlich das Pachtjahr aus. Die Gans galt dabei als Zahlungsmittel der armen Leute. Der Federkiel diente zum Schreiben und schreiben konnte damals nur der Adel. Der nutze darüber hinaus auch die Gänsedaunen, die garantierten ihm nämlich ein warmes und weiches Bett.

Gleichzeitig war der Gänsebraten am Martinstag die letzte Gelegenheit für ein ausgiebiges und großes Festmahl vor der Adventsfastenzeit.

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind

Liedtext: Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind

1.) Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das Trug ihn fort geschwind. Sankt Martin ritt mit leichtem Mut, sein Mantel deckt ihn warm und gut.

2.) Im Schnee saß, im Schnee saß, im Schnee da saß ein armer Mann, hat Kleider nicht, hat Lumpen an. „Oh helft mir doch in meiner Not, sonst ist der bittre Frost mein Tod.“

3.) Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin zog die Zügel an, das Ross stand still beim armen Mann. Sankt Martin mit dem Schwerte teilt den warmen Mantel unverweilt.

4.) Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin gab den halben still, der Bettler rasch ihm danken will. Sankt Martin aber Ritt in Eil hinweg mit seinem Mantelteil.

5.) Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin legt sich still zur Ruh, da tritt im Traum der Herr hinzu. Der spricht: „Hab Dank, Du Reitersmann, für das, was Du an mir getan!“

Laterne, Laterne

1.) Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne, brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, nur meine liebe Laterne nicht.

2.) Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne, sperrt ihn ein, den Wind, sperrt ihn ein, den Wind, er soll warten, bis wir zu Hause sind.

3.) Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne, bleibe hell mein Licht, bleibe hell mein Licht, sonst strahlt meine liebe Laterne nicht.

Autor: jb

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen von Adeba.de Mit dieser Kommentarfunktion erheben wir personenbezogene Daten nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b, c und f DSGVO. Unter dem Grundsatz der Datensparsamkeit und Datenvermeidung erfragen wir an dieser Stelle lediglich Ihre E-Mail-Adresse als Pflichtangabe, um – ebenfalls per E-Mail – Ihre Anfrage zu bearbeiten und darauf antworten zu können. Die Datenverarbeitung zum Zwecke der Kontaktaufnahme mit uns erfolgt nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b, c und f DSGVO auf Grundlage Ihrer freiwillig übermittelten Daten. Da sie hier öffentlich posten werden Ihre übermittelten Daten für immer öffentlich gespeichert und angezeigt Unsere Datenschutzerklärung ist für Sie unter Datenschutzerklärung abrufbar. Um Ihre Daten zu schützen, nutzen wir für die Übertragung das TLS Verschlüsselungsverfahren (SHA256 / 2048 bit) im Sinne des §9 BDSG. Somit gewährleisten wir, dass Ihre Daten bei der elektronischen Übertragung, während des Transports und der Speicherung nicht unbefugt gelesen, kopiert, verändert oder entfernt werden können.

Immer zuerst informiert

641NachfolgerFolgen

Sag es Deinen Freunden:
DU ZUERST:

Aktuellste THEMEN

Aktuell

Beliebt auf Adeba