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Reist man viel durch die Länder der Welt ist man immer wieder erstaunt oder entsetzt welche Zustände woanders herrschen. Doch hilft einem der Blick über den Tellerrand zu erkennen, wo man sich verbessern kann. Was können andere von uns lernen und vor allem: Was können wir von ihnen lernen?

Ein gutes Beispiel waren für mich immer die Japaner, die recht flexibel immer die besten Dinge aus anderen Ländern in Ihre eigene Kultur schmerzfrei implementiert haben und aus vielen Einflüssen dann Ihre eigen Identität geschaffen haben um als Volk und Land zu wachsen (Technologie, Religion und Sprache).

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Öffentliche Nahverkehr

Flughäfen – Boomende High-Tech Palaste der Zivilisation

Flughäfen in anderen Ländern sind fertig, sauber und geordnet. Kommt an in Tegel an, hat man das Gefühl von Dreck, Schmutz und Regionalflughafen. Verteilt auf mehreren Provisorien und gefühlt immer überlastet, Wurde der Flughafen doch nie für diese Kapazität konstruiert. Anschluss an die U-Bahn oder S-Bahn? Nein!So steht man dann zur Hauptverkehrszeit mit dem Bus wie alle anderen Verkehrsteilnehmer im Stau.

Die Bahn – Ingenieurskunst aus Deutschland

Reden wir deshalb lieber nicht von Flughäfen sondern betrachten die Bahn. Immer wieder ein Schock für mich, wenn ich in Russland bin und ich auf der gesamten Strecke kostenloses High-Speed Internet habe. Selbst mitten im Nichts, im Naturschutzgebiet funktioniert das Mobilfunknetz einwandfrei. Die Kosten mit der russischen SIM Karte waren übrigens für ein Gespräch nach Deutschland knapp 1 Cent die Minute (vor 2 Jahren).

Moskau Zug mit Eis
Moskau Zug mit Eis und ohne Probleme

U-Bahn fahren in Berlin – Abenteuerurlaub zu Hause

Wenden wir uns also der U-Bahn zu. Vielleicht sind wir da in Deutschland besser.

Als Vergleich wieder Moskau: die Metro und Straßenbahnen sind alle sauber, gepflegt und pünktlich und das in einer Großstadt mit 20 Millionen Menschen. Sogar bei Kälte oder Hitze im 90 Sekunden Takt. Man braucht keinen Fahrplan, denn die nächste Metro kommt in maximal 89 Sekunden. Es ist nicht so, dass dort nur russische Technik eingesetzt wird, ganz im Gegenteil. Viele internationale und vor allem auch deutsche Technik kann man dort in Perfektion bewundern.

Internet

Nur einen Satz- Ich merke, dass ich in Deutschland bin, wenn ich Edge auf dem Telefon habe (langsamste Verbindung).

Einen zweien Satz: Wusstet Ihr, dass nachts die High-Speed Masten abgestellt werden um Strom zu sparen? So soll es passieren, dass man am Tag noch guts Internet hat aber nachts auf der selben Strecke tröpfelt es nur durch die Leitung.

Es ist dann schon fast bizarr, wenn ein 150.000 EUR Tesla nicht mehr die Route nach Hause findet, weil kein Internet da ist, welches schnell genug ist. Stichwort vernetzte Mobilität. Gut ist aber auch nicht so dramatisch, findet man in Deutschland auch keine ausreichenden Steckdosen für all die E-Autos, de da kommen sollen.

5 G – Deutschland Vorreiter

Ehrlich? Mir würde es reichen, wenn zumindest LTE funktioneren würde. Laut Wissenschaftler müssen bei 5 G noch mehr Masten in die Fläche gebaut werden als heute stehen und zwar viel mehr. Das will wieder sicher keiner auf seinem eigenem Dach haben.

Ärzteversorgung – das Paradies in Deutschland

Endlich etwas um das uns die Welt beneidet. Die hohe ärztlich Versorgung in Deutschland. Verglichen mit vielen Ländern kann man in der Tat sagen, dass wir auf einm sehr guten Niveau waren und uns auf einem noch Akzeptablen befinden.

Denn lebt man im Osten der Republik ist man einiges gewohnt. Etwa das die Sonne etwas früher aufgeht etwa oder das es kaum regnet (Sandbüchse und Kiefernwälder). Positiv für Mütter, finden sich doch hier leichter Kindergartenplätze und Parkplätze als in den anderen Bundesländern.

Doch was wir am Montag in Eisenhüttenstadt in Brandenburg erleben durften ist Notstandsgebiet.

5 Stunden warten für einen Arzttermin

Ganze 5 Stunden standen hier die Menschen am neuen Augenzentrum an, um einen Termin beim Augenarzt zu bekommen, da es hier in der Region an solchen Ärzten mangelt.

Vor allem ältere Menschen harrten geduldig in der Warteschlange und Kälte aus. Sind auch einige diese Szenen aus der DDR gewohnt, ist dies für das heutige Deutschland ein Armutszeugnis.

Wir selbst kennen die Fälle, bei denen ein freundliches Schild in der Praxis bereits mitten im Juli schon dezent darauf hinweist, dass es im laufenden Jahr keine Termine mehr gäbe. Versucht man gar als neuer Patient aufgenommen zu werden stellt dies ebenfalls ein Hindernis dar, denn oft sind die Chancen schlecht.

Wer hat Schuld an der Misere?

Wie immer ist die Wahrheit nicht einfach und die Argumente sind bekannt:

  • Ärzte sollen umsonst arbeiten
  • Ärzte verdienen zu wenig
  • Ärzte werden durch Bürokratie aufgehalten
  • Keiner will aufs Land.

Alles richtig und gleichzeitig falsch. Denn die Kassen verhandeln mit den Ärzten bzw. deren Vertretern Pauschalen pro Patient auf Grund der Vergangenheit und Zukunft.

Ärzte sind auch frei in der Standortwahl und können und sollen sich wie alle anderen berufstätigen Menschen Ihren Lebensort frei wählen. Aber sie wählen auch, ob es heute überhaupt noch sinnvoll ist ein Arzt mit eigener Praxis zu werden, um dann fast die Hälfte der Arbeitszeit für Bürokratie und Abrechnungssysteme zu arbeiten oder ob es nicht einfacher ist gleich in einem anderen Land zu besseren Konditionen anzufangen.

Als sehr ökonomische sinnvolle und vor allem familienfreundliche Alternative bietet sich eben auch eine gut bezahlte Stelle in der Pharmazie- oder Forschungs-Abteilung eines Konzernes an.

Nachts keine Sanitäter

Nur ein paar Tage später dann die nächste Hiobsbotschaft: Auf Grund von Überstunden werden nachts im Landkreis-Oder Spree in manchen Rettungsstellen keine Sanitäter mehr eingesetzt werden.

Völlig nachvollziehbar, dass Menschen, die unser Leben retten auch nicht über alle Maßen belastbar sind und irgendwann Ihren Urlaub brauchen, da sie ansonsten durch Krankheit ausfallen.

Hinzu kommen die ebenfalls sinnvollen und rechtlich auch notwendigen Weiterbildungsmaßnahmen speziell im Rettungsdienst, die aber auch das Problem der Mangelwirtschaft nur weiter verschärfen.

Die dann dann gut ausgebildete Rettungskräfte haben dann natürlich die Wahl sich einen anderen Arbeitgeber zu suchen, wenn sie bessere Arbeitsbedingungen oder Konditionen finden

So müssen im Landkreis-Oder-Spree die Rettungsdienste von anderen Rettungsstellen im Notfall das Gebiet mit abdecken. Nicht nur sind die anderen Rettungsstellen weiter vom Patienten entfernt, auch fehlt das Rettungspersonal und die Technik dann an diesen Standorten. Denn wenn ein Wagen unterwegs ist, wird muss auch der Patient an dem zentraleren Ort warten, bis er wiederkommt.

So wird das Rettungssystem ineffizienter und kann im Extremfall sogar die Kosten explodieren lassen, denn im Notfall steht dann nur noch der Rettungshubschrauber als Alternative zur Verfügung, der sicherlich dann zum Einsatz kommen muss.

Fazit Deutschland:

Ein großartiges Land mit meist netten Menschen, tollen Ingenieuren und phänomenalen Leistungen aber kein Zukunftsmodell. Wir bauen noch Autos, während andere Geld damit verdienen Menschen von A nach B komfortabel zu bringen (Autoindustrie – UBER und Co.).

Wir sind Zulieferer einer aussterbenden Technik und können jederzeit problemlos getauscht werden. Wir bauen Autos – andere Länder haben funktionierenden Nah- und Fernverkehr (Paradeland Schweiz).

Wir müssen härter daran arbeiten nicht den Anschluss an die Welt zu verlieren. Andere Länder nehmen keine Rücksicht auf uns und die Leistungen der vergangenen Jahre werden irgendwann verblassen.

Noch ist Made in Germany ein Garant – NOCH.

Beleuchtete Gebäude in der ganzen Stadt Moskau
Beleuchtete Gebäude in der ganzen Stadt Moskau und geräumte Straßen

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