Montag, August 3, 2020
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Wutkrampf: Ablenken, damit der Zorn nicht die Luft nimmt

Schrei- oder Wutkrämpfe, auch respiratorische Affektkrämpfe genannt, sind anfallsartige Erscheinungen, bei denen das Kind schreit, vor Aufregung den Atem anhält, in seltenen Fällen sogar kurz bewusstlos werden kann und manchmal flüchtige krampfartige Zuckungen zeigt.

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Schrei- oder Wutkrämpfe, auch respiratorische Affektkrämpfe genannt, sind anfallsartige Erscheinungen, bei denen das Kind schreit, vor Aufregung den Atem anhält, in seltenen Fällen sogar kurz bewusstlos werden kann und manchmal flüchtige krampfartige Zuckungen zeigt.

„Diese Affektanfälle können Eltern nur verhindern, wenn sie vermeiden, dass sich das Kind extrem in eine Wut hineinsteigert, z.B. indem sie es durch lautes Zurufen oder ungewohnte Geräusche ablenken“, rät Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Lebhafte, leicht reizbare oder auch jähzornige Kinder neigen zu solchen Wutkrämpfen. Eine familiäre Häufung ist möglich.

Etwa 2 bis 5% aller Kinder
zwischen 6 Monaten und 6 Jahren sind von respiratorischen Affektkrämpfen betroffen. Die Anfälle hören in der Regel spätestens bis zum Schulalter spontan auf und hinterlassen keine Schäden. „Bei einem Affektanfall verschließt sich die Stimmritze krampfartig, das Kind atmet nicht mehr und der Blutdruck sinkt. Der Sauerstoffmangel im Körper führt zu einer Blauverfärbung der Lippen bzw. Haut. Im Gegensatz zu einem epileptischen Anfall schreit das Kind, bevor es eventuell kurzzeitig ohnmächtig werden kann. In jedem Fall sollten Eltern vom Kinder- und Jugendarzt, zumindest bei wiederholtem Auftreten, eine Epilepsie ausschließen lassen. Dies kann in den meisten Fällen bereits durch exakte Schilderung der Anfälle, ohne umfangreiche diagnostische Maßnahmen erfolgen“, erklärt Professor Nentwich. Können Eltern den Anfall nicht abwehren, sollten sie das Kind auf eine Seite (stabile Seitenlage) legen und Ruhe bewahren. Nach einigen Sekunden bis Minuten kommt das Kind wieder zu sich.

Die Anfälle sollten nicht Grund dafür sein, dass Eltern dem Kind dadurch übermäßige Aufmerksamkeit schenken und ihm keine Grenzen mehr setzen. Dadurch könnte ein Teufelskreislauf entstehen. Der Kinder- und Jugendarzt kann bei Problemen Hilfestellung leisten und bei Bedarf geeignete Beratungsstellen empfehlen.

Weitere Tipps rund um das Thema “Kindergesundheit” finden Sie auf der Internetseite des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) unter www.kinderaerzte-im-netz.de.

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