Mittwoch, Oktober 28, 2020
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Mars 2020 – der Wettlauf beginnt jetzt

Wie funktioniert Sex im Weltraum?

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Der Transport von Menschen zum Mars ist eine echte Herausforderung. Trotzdem oder gerade deshalb beschäftigt sich die NASA seit geraumer Zeit mit bemannten Missionen zu unserem rost-rötlichen Nachbarplaneten. Sie hat diesbezüglich schon konkrete Pläne vorgestellt. Bereits in den 2030er Jahren wird es dann wohl soweit sein.

Nach derzeitigem Kenntnisstand dauert eine Reise zum Mars mindestens zwei Jahre lang. So etwas will gut vorbereitet sein. Zu den vielen Vorbereitungen gehört nicht zuletzt ein mentales Training, denn wer kann es schon aushalten, über einen so langen Zeitraum, auf engstem Raume eingepfercht, jeden Tag dieselben Gesichter zu sehen?

In Moskau wurde ein solcher Flug zum Mars in entsprechend ausgebauten Containern simuliert. Bald stellten sich unter den sechs Teilnehmern tatsächlich ganz enorme Spannungen ein. Denn die Menschen waren und sind nicht nur technischen und psychologischen Herausforderungen ausgesetzt, da sind auch noch ganz wesentliche menschliche Bedürfnisse wie Sex, die dabei auf der Strecke zu bleiben drohen.

Stellen wir also mal ganz unverblümt die Fragen: „Wie funktioniert Sex im Weltraum?“ und „Wie wirkt sich das Weltall auf das ungeborene Kind aus?

Das Jahr 2020 im Zeichen des Mars

Satelliten und Robotersonden sind schon seit Langem fleißig dabei, die dünne Atmosphäre und die trockene, rostrote Oberfläche unseres Nachbarn zu untersuchen, insbesondere mit einem Fokus darauf, ob der Planet seinen zukünftigen Gästen etwas Wasser anbieten kann, denn dies würde vieles erleichtern. Doch ungeachtet dessen gibt es Visionäre wie Elon Musk, der davon überzeugt ist, dass er bald Touristen zum Mars befördern und sogar auch wieder heil zurückbringen wird.

Aber was ist dabei so besonders an dem Datum 2020? Dieses denkwürdige Jahr, und davon insbesondere die Monate Juli und August, ist dadurch gekennzeichnet, dass gleich vier Missionen zum Mars gestartet werden. Erde und Mars befinden sich dann nämlich in einer so besonders günstigen räumlichen Konstellation zueinander, dass die Reisezeit auf nur sechs bis zehn Monate zusammenschrumpft.

So etwas gibt es nur alle 26 Monate. Wer nicht innerhalb von sechs Wochen entschlossen die Triebwerke zündet, muss sich erst mal wieder hinten anstellen oder einen viel längeren, kostspieligeren Flug buchen.

2020 starten gleich 4 Missionen zum Roten Planeten

Daher wird die US-Raumfahrtorganisation NASA den unbemannten „Mars 2020“-Rover, der als Nachfolger von „Curiosity“ angesehen werden kann, zum Mars entsenden. In Kooperation mit Russland wird die ESA die „ExoMars“-Mission erweitern, indem der schon in einem Marsorbit befindliche „Trace Gas Orbiter“ (TGO) um den Rover „Rosalind Franklin“ ergänzt wird, der schließlich auf der Marsoberfläche aufsetzen soll.

Nachdem nun auch China mit Erfahrungen hinsichtlich weicher Landungen auf dem Mond aufwarten kann, ist das Reich der Mitte fest entschlossen, den Wettlauf um den Roten Planeten zu gewinnen. Was nun doch etwas überrascht, sind die hochgesteckten Ambitionen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Auch sie wollen es wagen, ihre Sonde in eine Umlaufbahn um den Mars zu bringen.

Was ist bei bemannten Missionen zum Mars zu beachten?

Eine von der NASA durchgeführte Mission zum Mars würde bedeuten, dass eine Mannschaft von sechs bis acht Personen ungefähr 30 Monate lang unterwegs sein würde. Da macht sich die US-amerikanische „National Academy of Sciences“ gewisse Sorgen darum, dass sexuelle Kontakte dabei womöglich gar nicht zu vermeiden sind.

Das Problem ist nur: Es gibt gar keine Studien über Geschlechtsverkehr im Weltraum, die man zur wissenschaftlichen Untermauerung eines solchen Vorhabens heranziehen könnte. Immerhin herrscht dort oben Schwerelosigkeit, wie macht man das?

Sex im Weltall - Können wir auch Babies auf dem Mars bekommen?
Sex im Weltall – Können wir auch Babies auf dem Mars bekommen?

Wie geht denn das nun mit dem Sex im Weltraum?

Der ehemalige Wissenschaftsastronaut Ulrich Walter beschwichtigt mit der Auskunft, dass die Libido während der ersten Tage im Weltall eher zu wünschen übrig lässt, da der Hormonhaushalt mit der ziemlich ungewöhnlichen Situation alle Hände voll zu tun hat. Gewiss lässt sich dies mit einer recht stressigen Situation vergleichen.

Sogar der allwissende Harald Lesch meldete sich in der Sache zu Wort mit der Ergänzung, dass der Unterleib des Mannes im Weltraum nur schlecht durchblutet ist, was der Erektionsbereitschaft größere Steine in den Weg legt.

Im Übrigen prallen beide Partner durch stoßartige Bewegungen voneinander ab als Folge des universell geltenden Impulserhaltungssatzes. Wenn Du schon mal von einem Schlauchboot ins Wasser gesprungen bist, weißt Du ungefähr, was hier gemeint ist.

Vielleicht erübrigt sich ja dadurch das Problem? 

Nun, wo ein Wille, da ein Weg, magst Du jetzt vielleicht denken. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wir müssen uns gedanklich ja nur mal bis zur Antarktis begeben. Auf den dortigen Forschungsstationen befinden sich viele Wissenschaftler und Techniker in Langzeiteinsätzen mit der zu erwartenden Folge, dass dort auch nachhaltige sexuelle Beziehungen ihren Anfang nehmen. Und Sex erzeugt manchmal neues Leben, so soll es sein.

Das Weltall nimmt Einfluss auf das Gehirn

In der Tat wurden sogar nachhaltige Veränderungen im Gehirn von Astronauten festgestellt, so jedenfalls bescheinigen es Mediziner von der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Sie fanden bei Raumfahrern relativ „großflächige Volumenänderungen“ noch 6 Monate nach ihrer Rückkehr aus dem All. Nach längeren Aufenthalten auf der ISS haben sich ganz bestimmte Hohlräume im Gehirn vergrößert. Besonders davon betroffen war die „graue Substanz“, die eine sehr hohe Nervenzellendichte aufweist.

Es liegt ziemlich nahe, dass hierbei ein Zusammenhang mit dem oftmals beobachteten Verlust an Sehschärfe bei Astronauten besteht. Und die Dauer des Aufenthalts im All scheint dabei ein steuernder Parameter zu sein. Wenn der Weltraum nachweislich Wirkungen im Gehirn von Erwachsenen entfaltet, um wie viel größer ist seine Wirkung dann auf das Hirn eines Fötus, das sich im Mutterleib einer Astronautin gerade erst bildet?

In Schwerelosigkeit geboren

Der Neurologe Kerry Walton ist in New York tätig. Er glaubt, dass im Weltraum geborene Babys dort sehr wohl lebensfähig sind, aber zurück auf der Erde wird es für sie dann sehr problematisch, denn die Muskeln, so auch das Herz, der Knochenbau und das Immunsystem wären für das Leben auf der Erde viel zu schwach entwickelt. Die Vielzahl der Degenerationen am menschlichen Körper durch einen monatelangen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit einer Raumstation sind inzwischen hinreichend bekannt.

Die Zukunft ist nicht mehr aufzuhalten

2018 wurde in den Niederlanden die Biotechnikfirma „Spacelife Origin“ gegründet. Ihr Name ist Programm, denn das Geschäftsmodell sieht nichts Geringeres als das Überleben der Menschheit im Weltall vor, indem ganze Satelliten mit Samen und Eizellen befüllt werden, die fern der Erde gesteuert durch eine Software automatisiert künstlich befruchtet werden. Schon in 2024 soll das erste Weltraum-Baby das Dunkel des Alls erblicken.

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Fachredaktion Adeba
Fachredaktion Adebahttps://magazin.adeba.de/author/fachredaktion/
Ich bin eine Diplom-Psychologin mit Lehrbefähigung, die gerne Texte rund um zwischenmenschliche Beziehungen, Gesundheit und Ernährung schreibt. Manchmal auch über Kultur und Reisen und hin und wieder sogar über Geschichte. Ich freue mich sehr über Eure Kommentare und hoffe, Ihr mögt meine fachlichen Texte, die immer ein wenig meine persönliche Handschrift tragen. Ich möchte Euch rund um die großen Themen Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung informieren, wichtige Anregungen geben und gern auch mal zu einer kontroversen Diskussion provozieren.

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