Freitag, Oktober 23, 2020
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Ursachen von Bauchschmerzen in der Schwangerschaft

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft sind nicht immer harmlos

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Bauchschmerzen sind ja eigentlich eine Volkskrankheit, jeden können sie mal treffen und in den meisten Fällen handelt es sich um harmlose Blähungen. Allein, unser Darm ist sehr druckempfindlich und signalisiert das dem Gehirn mit Schmerz. Doch Bauchschmerzen in der Schwangerschaft geben einen besonderen Anlass zur Sorge, obwohl auch sie nicht ungewöhnlich sind. Eine ärztliche Abklärung ist dennoch fast immer geboten, insbesondere dann, wenn noch weitere Symptome wie Blutung, Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.

Unterschiedliche Ursachen der Bauchschmerzen in der Schwangerschaft

Die Sorge, dass vielleicht mit dem Baby etwas nicht stimmt, ist sofort da, wenn Bauchschmerzen in der Schwangerschaft auftreten. Doch viele Frauen machen sich sogleich zu große Sorgen, was in solchen Momenten eher kontraproduktiv wirkt. Was alles dahinter stecken kann, soll das Thema in diesem Beitrag sein.

Bauchschmerzen in der frühen Schwangerschaft

Die Art der Schmerzen kann recht unterschiedlich sein. Von Pochen, Stechen oder Ziehen ist da die Rede, die Schmerzen können als stumpf oder krampfartig empfunden werden und sie reichen vom Unterleib bis hin zum Oberbauch. Gerade während der ersten Schwangerschaftsmonate sind solche unangenehmen Erscheinungen nicht ungewöhnlich, denn der Körper verändert sich physikalisch und das kann zuweilen etwas wehtun.

Dein Körper, allem voran die Bänder, Muskeln und Organe, arbeitet jetzt auf Hochtouren. Die sogenannten Mutterbänder fixieren die sich ausdehnende Gebärmutter an den Beckenknochen, was sie Dich nun gerade im seitlichen Unterleib und in der Leistengegend spüren lassen.

Kopfschmerzen

Es ist vor allem der Uterus, der der Schwangerschaft auf seine Weise Tribut zollt. Die wachsende Gebärmutter sorgt unter anderem auch für eine intensivere Durchblutung des Unterleibs. Gleichzeitig wird das Schwangerschaftshormon hCG vermehrt ausgeschüttet, was mit impulshaften Kontraktionen der Gebärmutter verbunden ist.

Als weitere Ursache für Bauchschmerzen in der Schwangerschaft kommen Verstopfungen infrage. Davon wird nahezu die Hälfte aller schwangeren Frauen geplagt, was ebenfalls der hormonellen Umstellung geschuldet ist. Gerade das vermehrt produzierte Progesteron macht den Magen-Darm-Trakt etwas träge. Blähungen, Bauchschmerzen und Verstopfung sind die Folge. Aber auch Sodbrennen sowie Übelkeit und Erbrechen treten nun öfter mal in Erscheinung.

Was Du dagegen unmittelbar tun kannst: Viel Trinken!

Deine Ernährungsweise sollte jetzt reich an Ballaststoffen sein. Geeignet sind zum Beispiel Vollkornbrot und Müsli, denn die Ballaststoffe quellen im Darm etwas auf und regen dessen peristaltische Bewegungen an. In der Folge wird der Stuhl schneller und in größerer Menge ausgeschieden. Unterstützt wird dies natürlich durch viel Bewegung. Abführmittel solltest Du nur nach Rücksprache mit Deinem Arzt einsetzen.

Krämpfe und Bauchschmerzen in der Schwangerschaft – Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft oder drohenden Fehlgeburt?

Im frühen Stadium der Schwangerschaft kann es zu einer sogenannten Bauchhöhlenschwangerschaft (Extrauteringravidität) kommen. Die befruchtete Eizelle hat sich in diesem Fall schon im Eileiter eingenistet und fängt dort an zu wachsen. Der Embryo kann sich an dieser Stelle aber nicht entwickeln, folglich stirbt er bis zur dritten SSW ab. Schmierblutungen in der fünften oder sechsten SSW sind oftmals ein Indikator dafür. Einseitige starke Schmerzen im Unterbauch sind manchmal auf eine solche Eileiterschwangerschaft zurückzuführen. In diesem Fall sollte unbedingt ein Frauenarzt konsultiert werden.

Bis zur 12. SSW kommen Fehlgeburten leider relativ häufig vor, wenn sich das Baby aus irgendeinem Grunde nicht richtig entwickeln kann. Aber Krämpfe und Bauchschmerzen in der Schwangerschaft müssen nicht zwangsläufig auf eine drohende Fehlgeburt hindeuten. Bei Blutungen oder Fieber solltest Du auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Bauchschmerzen in der späteren Schwangerschaft

Gerade Schmerzen im rechten Oberbauch sind ein guter Grund für einen Arztbesuch. Es gilt nämlich auszuschließen, dass als Ursache das HELLP-Syndrom vorliegt. Dabei handelt es sich um eine besonders schwere Form der Präeklampsie, die auch als EPH-Gestose, Spätgestose, Schwangerschaftstoxikose, Schwangerschaftsintoxikation oder Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet wird. Diese eher seltene Komplikation kann nach der 20. SSW auftreten und muss unbedingt behandelt werden.

Wenn der linke Oberbauch schmerzt, könnte es sich um eine Nierenentzündung handeln, die ebenfalls von einem Arzt behandelt werden muss. Aber meistens ist es gar nicht so schlimm. Dein Kind liebt es nämlich, schon mal seine Muskeln zu trainieren. Dabei teilt es ordentlich gegen Magen und Milz aus. Und das ist nun mal schmerzhaft.

Wadenkrämpfe

Was steckt hinter einem harten Bauch?

Im letzten Drittel der Schwangerschaft empfinden viele Frauen ihren Bauch als ungewöhnlich hart. Dafür gibt es den Fachbegriff Braxton-Hicks-Kontraktionen, was, salopp gesagt, meint, dass Dein Bauch die Wehen schon mal einübt. Die Gebärmutter bereitet sich so auf die Geburt vor. Diese Übungswehen kommen eher unregelmäßig, manchmal schon ab der 20. SSW, und flauen bald wieder ab, treten aber mit fortschreitender Schwangerschaft regelmäßiger und stärker auf.

Inkontinenz in der Schwangerschaft: Ursachen und Prävention

Bauchschmerzen kurz nach dem Essen

Das Kind ist nun schon etwas größer geworden und beansprucht seinen wohl verdienten Platz in Deinem Bauchraum. Für Deine Organe bedeutet dies, dass sie völlig respektlos an den Rand gedrängt werden. Und zu allem Überfluss füllst Du auch noch Deinen Magen mit den feinsten Speisen an. Womit sonst, als mit Schmerzen, kann Dir Dein Körper signalisieren, dass etwas nicht stimmig ist. Abhilfe schaffst Du durch viele kleine Mahlzeiten, die Du über den ganzen Tag verteilst. Jetzt bloß den Magen nicht mehr ausdehnen.

Fazit:

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft sind fast normal und oftmals völlig harmlos. Sie können aber auch anzeigen, dass etwas nicht stimmt. Wenn Durchfall, Blutungen, Fieber oder Schmerzen beim Wasserlassen hinzukommen, ist ein Arztbesuch unumgänglich, denn Schwangerschaftskomplikationen sind leider keine Seltenheit.

Nicht zwangsläufig müssen die Bauchschmerzen immer etwas mit der Schwangerschaft zu tun haben. Wie jeder andere kannst Du zufällig eine Blinddarmentzündung, Nieren-, Gallen- oder Blasensteine bekommen haben. Sprich also unbedingt Deine Hebamme darauf an, sie wird Dich gewiss beim Arztbesuch unterstützen.

 

 

 

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Ich bin eine Diplom-Psychologin mit Lehrbefähigung, die gerne Texte rund um zwischenmenschliche Beziehungen, Gesundheit und Ernährung schreibt. Manchmal auch über Kultur und Reisen und hin und wieder sogar über Geschichte. Ich freue mich sehr über Eure Kommentare und hoffe, Ihr mögt meine fachlichen Texte, die immer ein wenig meine persönliche Handschrift tragen. Ich möchte Euch rund um die großen Themen Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung informieren, wichtige Anregungen geben und gern auch mal zu einer kontroversen Diskussion provozieren.

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