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Gibt es sichere Anzeichen für die Einnistung der Eizelle?

Sind Einnistungsschmerz und Einnistungsblutung Indikatoren für eine Schwangerschaft?

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spermien eizelle befruchtung geschlechtszelle
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Es ist wohl mehr als verständlich, dass es die Frauen wissen wollen, und zwar, ob sie schwanger sind oder nicht. Daher hören sie aufmerksam und sensibel in ihren Körper hinein, um die feinsinnigen frühen Anzeichen der Schwangerschaft zu erkennen. So gehen viele diesen Fragen nach:

Gibt es den viel zitierten Einnistungsschmerz und die Einnistungsblutung tatsächlich?

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Sind das belastbare, sichere Anzeichen für die Einnistung und damit für den Beginn der Schwangerschaft?

Der Vorgang der Einnistung genauer betrachtet

Die Befruchtung einer oder mehrerer Eizellen erfolgt in der Regel im Eileiter. Unmittelbar danach starten schon die Zellteilungen. Jetzt ist es wichtig, dass die befruchteten Eizellen die restliche Strecke durch den Eileiter bis in die Gebärmutterhöhle wandern. Erst dann trennen sich die Zellen innerhalb der Eihülle in zwei Hälften auf: Es entstehen daraus der Embryo und der Mutterkuchen (die Plazenta).

Ist dieser Vorgang abgeschlossen, sucht sich das Ei in der Gebärmutterschleimhaut einen Platz, um endlich die Einnistung zu vollziehen. Es wird vermutet, dass die dafür günstigen Positionen in der Gebärmutter der Eizelle chemische Signale senden.

Die Einnistung bedeutet, dass jene Zellen, die später den Mutterkuchen bilden, in die Schleimhaut der Gebärmutterwand überführt werden. In diesem Moment ist die Frau aus biochemischer Sicht schwanger. Jetzt kommt das Hormon „Humanes Choriongonadotropin“ (HCG) zum Einsatz, das dafür zuständig ist, dass sich die Gebärmutterschleimhaut weiter aufbaut und weder weitere Eisprünge noch Regelblutungen stattfinden.

Lässt sich die Einnistung berechnen?

Im Groben ja, denn die Einnistung erfolgt in der Regel sechs bis zehn Tage, nachdem die Eizelle befruchtet wurde, und die Befruchtung erfolgt 12 bis 24 Stunden nach dem Eisprung. Solange das befruchtungsfähige Ei im Eileiter zur Gebärmutter wandert, können männliche Spermien erfolgreich ihren Job machen. Zu einem sogenannten Frühabgang kommt es, wenn das befruchtete Ei aus irgendwelchem Grunde an der Einnistung gehindert wird. In diesem Fall wird die Eizelle mit der nächsten Regelblutung ausgespült. Ein solcher Vorgang wird von der Frau äußerst selten bemerkt.

Kann eine Frau die Einnistung der Eizelle spüren?

Eigentlich kann man nicht von konkreten Anzeichen oder typischen Symptomen einer Einnistung sprechen. Sehr wohl haben aber viele Frauen über leichte Blutungen beziehungsweise Schmierblutungen wenige Tage nach dem Eisprung berichtet. Hierbei kann es sich in der Tat um eine sogenannte Einnistungsblutung handeln. Frauen mit Kinderwunsch, die im Zuge ihres Zyklus sehr planerisch agieren, berichten oft über leichte Schmerzen oder ein Ziehen im Unterbauch im Verein mit einer geringfügigen Blutung ungefähr zum vermuteten Zeitpunkt der Einnistung.

In der Tat erwähnen Fachärzte den sogenannten Nidationsschmerz im Moment der Implantation. In der Regel geschieht aber die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterwand völlig schmerzfrei und daher unmerklich. Dagegen gibt es aber Einzelfälle, in denen Frauen sogar über sehr starke Unterleibsschmerzen zum Zeitpunkt der Einnistung berichtet haben.

Die Mehrzahl der Frauen, die Nidationsschmerzen erlebt haben, beschreiben sie als leichte Krämpfe, die durchaus mit Blähungen verwechselt werden könnten. Wieder andere Frauen erlebten die Schmerzen eher im unteren Rücken ähnlich den Menstruationsschmerzen. Vielleicht ergeben sich die Unterschiede im Empfinden dadurch, dass Frauen mit einem ausgeprägten Kinderwunsch ihren Körper viel aufmerksamer wahrnehmen.

Zusammenfassend lässt sich an dieser Stelle sagen, dass der Begriff Schmerz im Zusammenhang mit dem Einnisten der Blastozyste in die Gebärmutterschleimhaut leicht übertrieben ist, wer das als Ziehen oder Piksen im Bereich der Gebärmutter beschreibt, liegt wohl näher an der Wahrheit. Wissenschaftlich erwiesen ist der Nidationsschmerz allerdings nicht.

Wann kann ein Einnistungsschmerz auftreten?

Wenn ein Ziehen beziehungsweise leichter Schmerz zwischen dem vierten und siebten Tag nach dem Eisprung im Unterbauch zu verspüren ist, dann könnte dies tatsächlich der Einnistungsschmerz sein. Zu den Eisprung-Symptomen kann der Eisprung- beziehungsweise Mittelschmerz gehören, der, wenn überhaupt, deutlich früher eintritt.

Verspürst Du Unterleibsschmerzen kurz vor oder während der zu erwartenden Regelblutung, so handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um die normalen Periodenschmerzen, die übrigens stärker als der auf den unteren Bauch konzentrierte Einnistungsschmerz ausfallen.

Du solltest auf jeden Fall die Kirche im Dorf lassen. Frauen mit stark ausgeprägtem Kinderwunsch neigen zuweilen dazu, jedes Knistern als Einnistung zu interpretieren und sind dann nur enttäuscht, wenn sich das wieder und wieder als eingebildete Schwangerschaft entpuppt. Du machst damit nur die Pferde scheu.

Falls es sich aber doch um den ersehnten Einnistungsschmerz handelt, ist dieser vielleicht von sehr kurzer Dauer, er kann aber auch über Tage verspürt werden. Wenn Deine Unterleibsschmerzen gar nicht mehr verschwinden wollen, solltest Du unbedingt einen Frauenarzt aufsuchen.

Einnistungsblutung als Anzeichen einer beginnenden Schwangerschaft

Die viel diskutierte und durchaus auch umstrittene Nidationsblutung kann fünf bis zehn Tage nach dem Eisprung auftreten. Ausgelöst wird sie dadurch, dass die Blastozyste durch die Gebärmutterschleimhaut hindurch eine Verbindung zu den mütterlichen Gefäßen herstellt, was gemeinhin als Einnisten bezeichnet wird.

Aber nur dann, wenn bei diesem Prozess relativ viel Blut in die Gebärmutter gelangt, kann es dazu kommen, dass ein Teil davon sichtbar bis nach außen vordringt. Bei höchstens 30 Prozent aller beginnenden Schwangerschaften kommt es dazu, dass auf diese Weise rotes, braunes oder pinkfarbenes Blut deutlich früher als die erwartete Periode austritt. Der zuweilen aufkeimende Gedanke „schwanger trotz Periode“ ist damit widerlegt.

Medizinisch ist die Einnistungsblutung überhaupt nicht relevant und daher in der Fachliteratur kaum behandelt. Dennoch findet man im Internet viele mehr oder weniger qualifizierte Ergüsse über das Thema, was sicherlich damit zusammenhängt, dass verunsicherte Frauen so zahlreich nach Erklärungen suchen.

Da es immer wieder aus ganz unterschiedlichen Gründen und jederzeit zu Blutungen kommen kann, werden viele davon zunächst (manchmal hoffnungsfroh) als Einnistungsblutung wahrgenommen, was sich dann aber als falsch herausstellt. Die vermeintliche Einnistungsblutung kann zum Beispiel durch einen deutlichen Hormonrückgang während der zweiten Zyklushälfte ausgelöst werden, also die Folge eines Progesteron-Mangels sein.

Um die zeitliche Zuordnung noch einmal klarzustellen: Eine Einnistungsblutung kann fünf bis zehn Tage nach dem Eisprung stattfinden. Die Periode beginnt dagegen in etwa 14 Tage nach dem Eisprung. Außerdem sind für eine Einnistungsblutung lediglich ein paar Schlieren oder Tropfen typisch. Die Farbe des Bluts ist dabei kein eindeutiges Kriterium. Eine sehr schwache Blutung läuft bekanntlich nur langsam ab. Eine lange Verweildauer des Blutes an der Luft bedeutet eine deutliche Farbänderung. Eine normale Regelblutung ist oft dadurch gekennzeichnet, dass sie im Laufe von Tagen etwas intensiver wird. Dies ist nun gar nicht der Charakter einer Einnistungsblutung.

Abschließende Worte

Die meisten Frauen verspüren selbst bei ausgeprägtem Kinderwunsch kaum einen Einnistungsschmerz. Dagegen kommt es nicht selten zu einer Einnistungsblutung, wobei diese zuweilen unbemerkt bleibt. Beide, die Einnistungsblutung sowie der Einnistungsschmerz sollten mit Blick auf den zu erwartenden Verlauf der Schwangerschaft auf keinen Fall überinterpretiert werden. Gerade Frauen, die sich unbedingt ein Kind wünschen, lauschen immerzu in ihren Körper und meinen bei jeder kleinen Blähung: „Jetzt ist es endlich geschehen“.

Der vermeintliche Einnistungsschmerz war noch nie ein Garant für eine Schwangerschaft. Warum wartest Du also nicht einfach nur Deine nächste Periode ab. Bleibt sie aus, gibt Dir ein Schwangerschaftstest ziemlich sichere Auskunft. Ungewöhnlich starke Schmerzen, gerade in Verbindung mit einer Blutung, müssen auf jeden Fall durch den Frauenarzt abgeklärt werden.

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